Samenraub

…geht heutzutage, dank guter Kondome. eigentlich recht einfach (insbesondere natürlich, wenn man es den Möchtegern-Räuber(inn)n auch noch leicht macht, indem man die zu entsorgenden gefüllten Kondome, beispielsweise, zugriffsgerecht in der Mülltonne am Straßenrand deponiert (oder so). So soll es sich angeblich in den Hamptons derzeit des öfteren zutragen, fasst Hadmut Danisch eine Meldung der New York Post zusammen:

Es sei eine Masche vieler Frauen, beim Sex irgendwie das Verhüterli loszuwerden, schwanger zu werden und dann den reichen Typen auszunehmen. Auch die sichere Entsorgung gebrauchter Kondome sei inzwischen problematisch, weil Frauen sich die schnappen und den Inhalt nutzen.

Tja. Kondome schützen. Aber nicht vor Gier. Leider.

(Mal echt jetzt… Wer ist so bescheuert, frisch gefüllte Kondome so zu „entsorgen“, dass einfach eine(r) daherkommen kann und die ausschlürfen? Und wer benutzt sowas? Es steht doch kein Namensschild „proudly filled by Richie Rich“ oder so am gefüllten Kondom… und wenn man nun den, sagen wir mal, ichsabfall vom unterbezahlten Hausmeister mit Migrationshintergrund erwischt? Da ist dann nix mehr mit Alimenten satt… Nee, Leute. Die spinnen, die Amerikaner. So oder so.)

Lesen bildet. Und hält einem die Polizei vom Hals.

Auf jeder Kondomverpackung steht doch nun groß und deutlich drauf: „Gebrauchte Kondome nicht im Klo runterspülen“ (in etlichen Variationen). Nerv, nerv – aber das steht da ja nicht ohne Grund. Gut, wer sich zuhause durch Hochfrequenzverkehr eine Rohrverstopfung einhandelt, muss halt mit dem Grinsen des Klempners selbst klarkommen, aber wer, sagen wir mal, ein finanzamtsbelästigungsfreies Bordellchen betreiben will, könnte bei so einer Panne Schwierigkeiten bekommen.
So geschehen just vor kurzem in Austin, Texas:

Hundreds of condoms that clogged a city sewer pipe led police to raid a massage parlor in Texas and arrest two people for prostitution and other crimes, police documents released on Tuesday showed.

Tja, das wurde dann teuer… und das Geschäft ist nun wohl geschlossen.
Merke: Erst die Entsorgungsprobleme klären, dann das Geld waschen 🙂
P.S. UPI hat auch was dazu:

Members of the Austin Police Department Human Trafficking Unit and members of the Criminal Conspiracy Unit executed a search warrant at the business March 22 and found Juan Wang, who owns the business with her husband, Joseph Emery, in a room with a nude man.
A second woman was found in a different room with another nude man, police said.

Ab ins Klo?

Environmental Science CoverIm Chemistry World Blog erschien letzte Woche ein interessanter Artikel, der anhand einer in Environmental Science veröffentlichten Studie belegt, dass es im Gegensatz zum allgemeinen Empfinden für die Umwelt unschädlich ist, Kondome in der Toilette zu entsorgen. Anhand einer Befragung wurde festgestellt, dass (in deutlicher Missachtung entsprechender Warnhinweise) ca. 3% der gekauften Kondome nach der Benutzung im Klo landen. Diese 3% (bzw. das, was davon nicht in Klärwerken rausgefiltert wird) stellen für die Umwelt demnach kein Risiko dar:

Survey data, along with information on screening efficiencies at sewage treatment plants, were put into a computer model of a river basin and its catchment area. This model estimated the amount of condom-derived material that should be present in environmental water. Condoms were then left to degrade in a simulated natural environment to reflect the quantity estimated to be present in environmental water. The resulting degradation mixture was sampled and used in ecotoxicity studies with the freshwater organisms, Daphnia magna and Chironomus riparius. Luckily for both species, the studies showed that the break-down products of condoms had no toxic effect in the concentrations predicted by the models. (Jennifer)

Dies ist allerdings kein Freibrief – wenn 100% aller Kondome im Klo verschwänden, sähe es unter Umständen durchaus anders aus. Erleichtert aufatmen können aber diejenigen, die schon mal (warum auch immer) Kondome im Klo entsorgt haben und sich seitdem mit schlechtem Gewissen plagen.

Immer nur raus aus dem Fenster

Ja, ich weiß, Leistungsschutz- und Urheberrecht greifen mit dicken Krallen nach mir, aber manchmal kann ich einfach nicht kürzen. Heute: ein Forenbeitrag aus GoFeminin (hat sich bald als ergiebigere Quelle für skurrile Dinge entwickelt als mein altes „Lieblings“-Forum gute-frage.net):

Hallo,
habe ein etwas ungwöhnlich Frage:
Weiss irgendwer wie sich wegeworfene Kondome im Freien abbauen,und wie lange so was dauert ?
Habe einen neuen Freund, und da wir beide noch in festen Beziehungen sind, schlafen wir im Auto miteinander.
Zum Verhüten benutzen wir Kondome die er danach einfach aus dem Auto wirft.
Obwohl ich es nicht ausstehen kann wenn jemand seinen Müll einfach irgendwo hinwirft kann ich Ihn hier verstehen:
Schließlich ist ein benutztes Kondom ja nichts was man mit sich rumtragen möchte, und nach dem pieschern werfen wir das Taschentuch ja auch an Ort und Stelle weg!
Trotzdem schäme ich mich schon das wir den Ort in der Regel vorübergehend in einen Schweinestall versetzen:
Zu dem oder den Kondomen kommen ja noch die Taschentücher vom Saubermachen, und pieschern muß ich nach dem Sex auch noch.
Die Taschentücher sind ja beim nächsten Regen in der Regel aufgelöst, aber ich hoffe die Kondome liegen auch nicht ewig ?
LG
Simone

Die erste Antwort: „also wie lange das dauert weis ich nun auch nicht. Ist aber grundsätzlich kein Problem da Kondome ja aus Naturlatex sind. Die bauen sich also in der Natur auch wieder ab.“

Ja, natürlich. Nur: Bei Kondomen dauert es in der Regel mehrere Jahre, bei Essenresten oder Fäkalien beispielsweise nur ein paar Tage oder höchstens Wochen. Ich würde also vorschlagen, liebe Simone: Mach es der Umwelt zuliebe doch einfach umgekehrt! Schmeiß alle Essensreste aus dem Fenster (geht auch zuhause, gibt dann immer Freudenschreie von unten), rauspinkeln kann Mann zur Not auch (früher, an den alten Burgen, da gabs auch immer diese Außenklos…) und heb die benutzten Kondome ein bisschen auf. Kannst sie ja auch in einen Blumentopf einsetzen und beobachten, wie lange vulkanisierter Naturkautschuk so braucht zum Verrotten. Und da das ein Weilchen dauert, könntest Du ja nebenbei Dein Deutsch ein wenig auffrischen.

3000 Kondome verstopfen Abwasserleitung

Wie DemeraraWaves heute meldet, haben 3000 Kondome zu einer Verstopfung der Abwasserleitungen in Alberttown (USA) geführt.

“The sewage was practically gushing,” Sanitation Supervisor Wayne Langford is reported as saying. “Immediately we noticed a number of articles including clothes, concrete, and a significant amount of condoms amongst the sewage. (…) We were fortunate enough to locate the huge blockage below Sixth and Light Streets before sunset,” he said, adding that “it was then that we noticed an enormous amount of condoms which clogged the system. (…) The debris was so large in number that the entire team was called in to remove the massive amount of condoms – my team counted over 3000,” stated Langford. “Even the residents looking on were stunned to see the amount of condoms found in the blockage.”

Das ist in der Tat rätselhaft – denn man muss sich das mal praktisch vorstellen. 3000 benutzte (?) Kondome an einer einzigen Stelle im Abwassersystem – wobei fairerweise davon auszugehen ist, dass es unzählige mehr geben muss, die ordentlich (also via Haumüll) entsorgt wurden. Was sagt uns das über die Bewohner dieses Stadtteils?