Heute gratis Kondome, morgen Samenspendezwang?

Die UN-Frauenrechtskonvention, zu deren Umsetzung sich Deutschland verpflichtet hat […] garantiert das Recht auf eine freie Entscheidung über die Anzahl von Kindern und den Abstand zwischen ihren Geburten.

Schöne Sache, findet die LINKE. Ich finde das im Prinzip auch gut (obwohl es schon ein paar diskussionswürdige Punkte gibt, aber nichts ist perfekt). Ich glaube aber, dass die Schlussfolgerungen, die die Fraktion der LINKEN im Bundestag daraus zieht, bzw. die Forderungen, die sie daraus ableitet, und mit denen man offensichtlich die Forderungen der Grünen nach gratis Kondomen für Geringverdiener noch toppen will, damit eben nicht rechtfertigbar sind:

Nach Meinung der LINKEN sollen nicht nur die »Pille« und Kondome, sondern auch operative Eingriffe, Zykluscomputer und zertifizierte Apps für alle gesetzlich Versicherten erstattungsfähig sein.

(Zitate aus dem Neuen Deutschland von gestern)

Das Recht auf freie Entscheidung der einen würde ja dann quasi in eine Pflicht für andere (in diesem Fall die Versicherungsbeitragszahler, oder falls zwischenzeitlich der Kommunismus ausbricht, die Hersteller) umgewandelt werden, diese Mittel und Prozeduren zu bezahlen, denn „kostenlos“ heißt ja eben nicht, dass sie nichts kosten, sondern nur, dass sie jemand anders bezahlen soll.

Im Übrigen ist die Argumentation nicht konsequent zu Ende geführt. Wenn der Wunsch der Frau nach einem Kind zum ihr passenden Zeitpukt der alles bestimmende Imperativ sein soll, dann kann es ja nicht nur darum gehen, zur Unzeit auf Fortpflanzung drängende Männer eben davon abzuhalten, sondern alle (gesetzlich versicherten) Männer müssten dann eben auch entweder zur Abgabe von Samenspenden an die (noch einzurichtenden) Samenbanken der Krankenkassen verpflichtet werden – oder es muss eine Begattungs-Taskforce aus zertifizierten Beischläfern bereitstehen, die aufkommende Befruchtungswünsche zeitnah realisieren kann (natürlich ohne dafür bezahlt zu werden), sofern der aktuelle Lebensabschnittspartner gerade nicht kann oder will. Die Frage nach den darazus resultierenden Unterhaltspflichten ist zwar noch nicht abschließend geklärt – aber wenn alle männlichen gesetzlich Versicherten über einen angemesenen freiwilligen Zwangsaufschlag zum Kassenbeitrag in einen entsprechenden Fond einzahlen, ließe sich das sicher auch regeln.

Hartzer: heute gratis Kondome – morgen Fortpflanzungsverbot?

Irgendwie geistert das Thema hier schon durchs Blog, seitdem ich hier schreibe – irgendjemand (mal dieser, mal jener, aber die Grünen sind nie weit weg) fordert immer wieder gratis Kondome für Geringverdiener:

Die Grünen im Bundestag wollen Empfängern staatlicher Leistungen wie BaföG, Hartz-IV oder Wohngeld einen kostenlosen Zugang zu ärztlich verordneten Verhütungsmitteln verschaffen. „Gleichzeitig muss auch der kostenlose Zugang zu Kondomen gefördert werden“, heißt es in einem Antrag der Fraktion.

… schreibt aktuell die MZ und beklagt die „zu teuren Verhütungsmittel“. Echt mal, jetzt. Genügend Geld für Kondome ist im Regelsatz drin, das habe ich vor Jahren schon durchgerechnet, und der Preisanstieg seitdem ist weitaus geringer ausgefallen als der für Schokolade, Zigaretten, Benzin oder eigentlich alles.

Manchmal weiß man echt nicht mehr, was man noch sagen soll. Warum tun die das? Sollen die keine Kinder mehr kriegen dürfen, oder was? Gebt ihnen gratis Kondome, und die Ausgaben für Kindergeld werden wieder sinken? Wir haben Kindergartenplätze für alle versprochen, aber es klappt nicht, also müssen wir halt die Nachwuchszahlen reduzieren?
Es gibt einige Länder, in denen man sich als Bedürftige(r) schon jahrelang gratis Kondome holen kann – nur: es bringt nichts. Gratis Kondome werden mit Sicherheit auch hierzulande die Kinderzahl von Geringverdienern NICHT wesentlich beeinflussen. Bleibt dann nur noch die staatliche Regelung der Kinderzahl – Geringverdiener maximal zwei (davon natürlich mindestens ein Mädchen, zwei Jungs wäre ja …. aber das ist ein anderes Thema), und dann je nach Gehalt etwas mehr. Vielleicht kriegt man ja auch diese Weise die Schere zwischen arm und reich wieder geschlossen – Reiche müssen je nach Vermögen mindestens soundsoviel Kinder kriegen (nötigenfalls halt adoptieren), damit verteilt sich die Erbmasse und das Vermögen der Einzelnen sinkt wieder, und Arme pflanzen sich einfach gar nicht mehr fort, dann stirbt die Armut einfach aus und alle sind gleichmäßig mittelreich…
Tja. Geliefert wie bestellt, höre ich da schon… und mit gratis Kondomen gehts los. also: Lasst es doch endlich.

Kondome gratis – ja, nein, weiß nicht?

kbgratis
Ach ja, die Journalisten. Müssen die Provinzler denn den großen „Qualitätsjournalisten“ auch schon alles nachmachen? Leute, lasst Euch gesagt sein: granz so krass sollten sich Überschrift, Untertitel und Text vielleicht doch nicht widersprechen. Auch nicht in der Bergedorfer Zeitung. Kann natürlich sein, dass Ihr da einfach nur was falsch verstanden habt – für den Fall ist hier der Link zur Bedeutung von „gratis“.

Fick Heil

nazikondomDürfen Nazis Kondome benutzen? Keine Frage. Die alten brauchen zwar vielleicht keine mehr, aber die jungen um so mehr. Die Idee, mit Kondomen Fortpflanzung zu unterbinden, ist auch nicht neu – und auch wir witzeln gelegentlich im Kollegenkreis darüber, wem man zu genau diesem Zweck vielleicht mal ein paar Gratis-Kondome spendieren sollte. Daher nimmt es nicht wunder, dass auch die Jugendorganisation der NPD auf diese Idee gekommen ist und im Rahmen des Wahlkampfes genau das tut – Kondome verteilen. Mit passender Aufschrift, selbstverständlich (keine Ahnung, ob die auch innen braun sind, habe selbst noch keins bekommen).
So weit, so gut. Kein Problem für die Nazis, auch kein Problem für die Nichtnazis, schließlich erfreuen sich Kondome derzeit im Wahlkampf so großer Beliebtheit, dass so gut wie alle Parteien welche auflegen und verteilen.
nazikondom2Nun sollte man jedoch annehmen, dass gerade Nazis wenigstens auf „made in Germany“ Wert legen würden – aber hier lauert schon der erste Stolperstein, denn die mit der Herstellung der Werbekondome betraute Firma heißt zwar „R&S consumer goods GmbH“ und sitzt mitten in München, aber die Kondome werden in Südostasien produziert – von genau solchen Ausländern, wie die Nazis sie eigentlich ja gar nicht mögen. Zumindest nicht, wenn sie uns zu nahe kommen. Tja, aber so ist das. Nix mit „deutschen Kondomen“. Hihi. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich der Kübel Pöbelei, den das empörte Gutmenschentum nun über der Marke „vitalis“ auskippt – auf der Facebook-Seite dieser Marke stapeln sich derzeit die Ausbrüche der antifaschistischen Wutbürger.
Aber hej, wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben trotzdem noch lange nicht dasselbe. Wenn Nazis Kondome verteilen, ist das böse und widerwärtig, wenn [xxxxxx] (hier bitte den Namen der eigenen Lieblingspartei eintragen) das tut, ist das witzig. Findet eben auch Volker Beck von den Grünen. Steht hier. Und welche Message Grüne mit ihren Kondomen verbreiten wollen, erzähle ich Euch morgen…

Update, 17:52 Uhr: Das Magazin Puls des BR meldete inzwischen, dass es ein Statement von R&S gibt:

„Wir verweigern grundsätzlich die Verbreitung von Botschaften, die die Menschenwürde verletzen und sichten Anfragen dahingehend. Daher bedauern wir sehr, dass uns dieser Fehler passiert ist und unsere Kondome im Zusammenhang mit einer derartigen Propaganda benutzt werden. Wir distanzieren uns eindeutig von deren Aussage und entschuldigen uns aufrichtig bei den darüber diffamierten Menschen.“ (offizielles Statement von R&S)

Mehr dazu hier.

Wissen BILD-Leser nicht, wie ein Kondom aussieht!?

aufgeklebte KondomeNun, zumindest hat es den Anschein; warum sonst müsste BILD ein Foto derart nachbearbeiten? Ein kürzlich veröffentlichter Beitrag über die Forderung der Hamburger Grünen-Chefin nach kostenlosen Kondomen für Hartz-IV-Bezieher wurde mit einem Foto der Politikerin illustriert, auf dem sie drei Kondome zeigt – es könnte ja sein, dass jemand nicht weiß, wie die so aussehen. Damit das Ganze noch deutlicher wird (es bestünde ja sonst die Möglichkeit, dass man die viereckigen Siegelfolien mit dem deutlich sichtbaren Aufdruck „Durex“ für irgendentetwas anderes halten könnte – Schokoriegel, Dollars, Bildungsgutscheine…), hat der zuständige Realitätsverzerrer noch schnell ein Kondom außen auf die Siegelfolie draufretuschiert Durex Kondom (Sorte: Be Close, Juni 2013) Vorderseite(links im Bild ein echtes Durex-Kondom, mal schnell eingescannt). Natürlich könnte dadurch jetzt (zumindest bei Leuten, die noch nie Kondome benutzt haben – ist das die Zielgruppe der BILD?) der Eindruck entstehen, Kondome gebe es nicht hygienisch versiegelt IN einer Folie, sondern aufgeklebt AUF eine solche. Ich weiß ja, dass BILD-Leser gerne für dumm gehalten werden, und dass deswegen viele Politiker gerne in der BILD auftreten, wo sie meist unwidersprochen den größten Blödsinn ablassen können, aber manchmal… ach, vergessen wir’s.

Ich bin dafür, BILD-Redakteue mit gratis Kondomen zu versorgen. Durex, ausgepackt und augeklebt, natürlich. Vielleicht kann dann die nächste Generation Zeitungsleser wieder Vertrauen fassen in die Berichterstattung.

Bild- und Artikelquelle: www.bild.de/regional/hamburg/kondome/gratis-fuer-beduerftige-fordern-gruene-30785958.bild.html, Bild-Unterschrift: „Hamburgs Grünen-Landeschefin Katharina Fegebank (36) will Menschen mit Hartz IV bei der Verhütung helfen“, Foto: Ronald Sawatzki. Ich lasse ja in diesem Blog nicht gerne den Piraten raushängen, aber ich hoffe, der Ausschnitt ist klein genug, dass hier nicht gleich wieder eine Horde Anwälte wegen Urheberrechtsverletzung in die Spur geschickt wird, weil ich mit dem „Content-Diebstahl“ die gesamte Familie des Fotografen (der von der kleinen „Nachbearbeitung“ seines Fotos möglicherweise gar nichts weiß?) ins jahrhundertelange Elend stürze. Das veröffentlichte Bild ist 1280×720 Pixel groß, besteht also aus 921.600 Bildpunkten; der Ausschnitt ist 128×146 Pixel große, hat also 18.688 Bildpunkte, das entspricht 2% des Originalbildes. Sollte als Zitat gerade noch durchgehen.

Ach so, was wollte die Grüne da gleich noch? Ach ja: „IHRE FORDERUNG: KONDOME GRATIS. SPIRALE UND PILLE AUCH! Ein Rundum-Sorglospaket sozusagen wie es vor 2005 war, bis die Hartz-IV-Gesetze eingeführt wurden.“ Ich glaube, die Grammatik ist © BILD, die junge Frau sieht dafür zu intelligent aus. Und natürlich gab es auch vor 2005 kein Recht auf Gratiskondome. Aber hej, wen scheren schon solche kleinen Retuschen an der Realität 🙂 Schließlich stecken in dem „Artikel“ ja noch ein paar mehr.

Risiko Gratiskondome

Gut gemeint ist nicht immer auch gut gemacht – wie man beispielsweise derzeit in Vietnam beobachten kann. Dort gibt es (wie in vielen anderen Ländern auch) hier und da Kondome für umsonst. Dort heißen sie „Happy“, machen aber viele Nutzer eher unglücklich, denn es handelt sich (wen wundert’s) um Kondome, die auf westeuropäische Standards zugeschnitten sind. Folglich empfinden viele Vietnamesen diese als zu groß, zu dick und zu trocken:

Dang Thi Thuy Huong, co-coordinator of the Institute for Social Development Studies, told Lao Dong that some users in northern cities and provinces like Hanoi, Vinh Phuc, and Hai Duong have complained that Happy condoms are inadequately lubricated, thick, and too big.
A volunteer for a local organization in HIV prevention named “Cung Tien” (Go Ahead Together) said that some people have refused to take the condoms, some took them but threw them away, and some have even scolded the volunteers when they offer the condoms.

So zu lesen im vietnamesischen News-Gateway Tuoitrenews. Das Bemerkenswerte daran ist nicht die durchscheinende typische Arroganz des Westens („was für uns gut ist, muss auch den anderen passen, obs passt oder nicht“), sondern die Tatsache, dass Vietnam mittlerweile eigentlich schon lange nicht mehr auf Kondomspenden aus dem Westen angewiesen ist, weil es zu den größten Kondomproduzenten der Welt gehört. Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn die staatlichen Stellen, die für die Beschaffung dieser Gummis zuständig sind, zuerst mal im eigenen Lande nach guter Ware schauen würden – es gibt sie nämlich.

Professor Bui Duc Duong, director of The Global Fund in Vietnam, under the management of the Ministry of Health, told Lao Dong that they have yet to receive any comments about the quality of Happy condoms from local users.
However, he added, in case they receive negative feedback from users, they cannot return the condoms to the providers or replace them with another kind of condom.

Damit Ihr mal einen Überblick über die Mengen bekommt:

Malaysia natural rubber output may fall 4.6 percent to 950,000 metric tons this year, the Association of Natural Rubber Producing Countries said in a Nov. 9 report. That’s less than a third of top producers Thailand and Indonesia.
Vietnam could also overtake Malaysia this year to become the world’s third-largest grower, with production expected to surge 18 percent to 955,000 tons, the association said. India is not far behind with output forecast to rise 3.1 percent to 920,000 tons in 2012, it said.

Quelle: Bloomberg. Da gehts nicht nur um Kondome, sondern um Gummi im Allgemeinen, aber immerhin… ganz schön heftig.

Gratis Kondome für Studenten

… gibts bislang nur in Cambridge – dafür aber (bei Bedarf) satte 60 Stück. Erstsemester werden bei der Einschreibung mit C-Cards ausgestattet, die ihnen den gratis Bezug von bis zu 60 Kondomen pro Woche gestatten, meldet „The Telegraph„:

Freshers at the university are entitled to free contraceptives to help them avoid STDs and unwanted pregnancies during their first year.
Under a new pilot scheme the students are entitled to as many as a staggering 60 free condoms a week.
It means if all of the 3,500 freshers at Cambridge used their full allocation they would get through a 10,920,000 condoms a year.

20 Min. Online“ aus der Schweiz meint dazu:

Ob da das Lernen wohl nicht zu kurz kommt? In der britischen Cambridge University – einer der angesehensten Universitäten der Welt – läuft es offenbar auch ausserhalb der Hörsäle rund. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass die Erstsemestrigen quasi mit Gratiskondomen überhäuft werden?

Na dann, Leute: auf nach England!
(Ob es funktioniert, werden wir später sehen, wenn die Geburtenstatistiken für 2013 vorliegen…)

Gratis Kondome beim Pfarrer?

Eine interessante Diskussion las ich kürzlich auf 2jesus.de; unter der Überschrift „Kondome und christliche Flyer?“ wurde dort darüber diskutiert, ob es angebracht ist, wenn eine Gemeinde Flugblätter mit angehefteten Kondomen verteilt, um Jugendliche zu erreichen. Eine recht kontroverse Diskussionm die aber in erfrischender Offenheit geführt wurde. Hier sind mal ein paar Stimmen aus der Menge:

  • Wäre ich z.B. ein junger Mensch auf der Suche nach Gott und würde Christen auf der Strasse mit der Verteilung von Kondomen begegnen würde ich das positiv bewerten
  • Wohltuende Distanzierung von diesem unmöglichen Papst
  • Was noch mehr „Interesse weckt“ sind Aktbilder. Man könnte „Szenen des Ehebruchs“ aufdrucken. Also so eine blöde Idee habe ich noch nie gehört!
  • Sollten junge Leute nicht jungfräulich in die Ehe, was sollten sie mit einem Kondom, ist das nicht ein bisschen scheinheilig?
  • Ich frage mich wie man ein Kondom mit einem christlichen Flyer verbindet? Was steht auf den Flyern? „Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder“ (was ja so ist) „und hier haste nen Gummi, geh dich ruhig versündigen, aber damit bekommste wenigstens kein Aids.“?
  • Für Christen sollten Kondome nicht zur Standardausrüstung zählen.

Im Gegensatz zu manchen, sich auch „christlich“ nennenden Portalen konnte ich hier die ganze Diskussion mitlesen, ohne dass mir nach spätestens einer Seite schlecht geworden wäre. Das ist für ein Forum, in dem sich nach eigenem Bekunden „die Fundamentalisten versammeln“ (siehe Forenregeln), schon beachtlich. Wer gerne weiterlesen möchte – in diesem Thread geht es weiter heftig zur Sache :-).

Zu viele Kondom-Muffel auf Jersey

Just 19% of the uptake of free condoms in Jersey is by men.

So schreibt die BBC in einem Artikel vom 11.7.; damit gehört Jersey zu denjenigen Gebieten, in denen sich die Herren mehrheitlich paschamäßig zurücklehnen und ihre Frauen zum Kondome holen schicken. Pfui, Schande über Euch, Männer. Da muss „Protect & Respect“ vom Youth Enquiry Service eine extra Website ins Netz stellen, um die Jungs vom Sofa in die Drogerie zu schicken…
Also echt: Mir wäre das dermaßen peinlich…

Gratis-Kondome in Wien

Traurige Nachrichten für Österreichs Kondomhändler: Zwanzigtausend Gratiskondome gibt es seit dieser Woche wieder an verschiedenen Plätzen in Wien, liest man in einer Pressemitteilung von Pro:Woman, einem „Zentrum für Liebe ohne Kinderwunsch“.

pro:woman SAFE – Unter diesem Motto startet heuer die Sommerkampagne des pro:woman Ambulatoriums. Sommer, Sonne, Ferien… und Sex. Damit das auch so unbeschwert bleibt wie es klingt, verteilt pro:woman auch heuer wieder rund 20.000 Gratiskondome an Wiener Jugendliche.
„pro:woman geht mit dieser Aktion bereits in sein fünftes Jahr“, so Elke Graf, Leiterin des pro:woman Ambulatoriums am Fleischmarkt. Die Kondome werden an verschiedenen Plätzen in Wien verteilt, vor allem dort, wo sich junge Menschen aufhalten. „An Relax- und Chillout-Zonen wollen wir auf das Thema Verhütung aufmerksam machen – nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern auf praktische Art und Weise, eben durch das Verteilen unserer Kondome“.
„Viele ungewollte Schwangerschaften könnten verhindert werden, wenn ein Kondom dabei wäre“, so Graf. „Märchen, wonach zum Beispiel Sex beim ersten Mal ohne Folgen bleibt, schwirren leider noch immer in den Köpfen vieler Jugendlicher herum.“

Quelle: Pro:Woman Pressemeldung via OTS.at