Geht doch.

Letzte Woche hatte ich mich doch über das Ritex-„Blog“ amüsiert (falls sich wer erinnert). Ich hatte daraufhin einen netten Mailaustausch mit der Marketingabteilung, und dann war die Geschichte erst einmal abgehakt.
Aber – es geschehen noch Zeichen und Wunder – heute gabs da mal was, was der Anfang eines Blogs werden könnte, nämlich „Mein Leben mit dem Kondom“ vom Ritex-Juniorchef (ich war mal so frech, das Titelbild zu übernehmen, möge man mir dafür die Absolution erteilen vor dem Großen Urheberrecht – es stand keine Lizenz und auch kein Urheber drunter):

Zu Zeiten meines Vaters, so wurde mir berichtet, musste das Familiengewerbe noch irgendwie mit der bereits oben erwähnten Produktion von Luftballons umschrieben werden. Zu Zeiten meines Großvaters wurde darüber sogar überhaupt nicht geredet: Das waren noch die Zeiten, wo man nach einem Haarschnitt beim Herrenfriseur wortlos eine Mark mehr als gefordert auf den Tresen legte und ebenso wortlos unter dem Tresen ein Kondom gereicht bekam.

Bitte, geht doch. Noch etwas steif in der Formulierung, aber ein guter Anfang für (vielleicht?) mehr interessante Geschichten. Ich warte dann mal auf mehr 🙂

Ritex „bloggt“ jetzt. Sagen sie.

Ich mag Ritex. Ehrlich. Super Produkte, nette Menschen, deutscher Mittelstand at its best, sozusagen. Ich mag auch die Ritex-Party-Tour und was da noch alles an Kondom-Awareness-Aktivitäten läuft. Aber jetzt will man von Bielefeld aus die Blogosphäre erobern – und tritt natürlich gleich ins große Fettnäpfchen, indem man erst einmal eine Pressemitteilung raushaut und alle Aggregatoren-Portale mit Eigenwerbung und der kommerziellen Ausrichtung erschlägt. Ich zitiere mal aus der Pressemitteilung, die unverändert in -zig unwichtigen, aber die Kanäle verstopfenden „News“-Portalen erschien:

Wie bereite ich das erste Date perfekt vor? Wie ist es, in dritter Generation eine Kondomproduktion zu besitzen? Welche Neuheiten und Trends gibt es bei Kondomen oder auch bei Gleitmitteln? Frei nach Woody Allen geht Ritex nunmehr allem nach, was Sie schon immer über Kondome wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten. Das Blog-Team besteht dabei aus Ritex Mitarbeitern, die im Bereich der Endverbraucherkommunikation, dem Vertrieb und dem Marketing arbeiten. Es ist geplant, dass die Ritex-Blogger ihre eigenen Sichtweisen und Erlebnisse mit den Rückmeldungen von Endverbrauchern, Geschäftskontakten und anderen in Verbindung bringen und daraus sowohl unterhaltsame, als auch informative Beiträge schreiben. Für Themen mit speziellem Fach- oder Hintergrundwissen sind auch die Leitung des Qualitätswesens und die Geschäftsführung mit an Bord.

Yo, Leute, das ist Marketing pur, das ist kein Blogging. Bloggen ist was anderes, nicht das wöchentliche Publizieren irgendwelcher Lifestyle-Ratgeber-Artikel. Nennt es doch bitte von mir aus eine Kolumne, oder ein Online-Lifestyle-Magazin, oder Euer X-und-fuffzigstes Marketing-Tool, aber bitte, bitte nicht BLOG. Es ist nämlich keiner.
Und natürlich geht es auch nur ganz selten um Kondome. Bisher. Ich hab mal zurückgeblättert – der letzte Beitrag, der Kondome zum Inhalt hat, ist vom Februar und kaut auch nur die hinreichend bekannten (weil schon oft genug durch Facebook und Twitter genudelten) sogenannten „Fun-Facts“ ab. Die „seit April“ versprochenen „eigenen Sichtweisen und Erlebnisse mit den Rückmeldungen von Endverbrauchern, Geschäftskontakten und anderen“ beispielsweise fehlen bisher ganz.
Und wenn Ihr schon polemisch werden wollt: Nein, „gesichtslose Kleinimporteure von Kondomen“ so herablassend abzuqualifizieren, ist eigentlich nicht das, was ich bisher von Euch kenne. Fazit bis jetzt: kein Blog, sondern nur ein Schuss in den Ofen. Aber vielleicht kommt da ja noch mal was…

Kondome unter Hitler: erlaubt oder verboten?

Ich habe heute in einem Blog namens „Sunday News einen interessanten Artikel über Frauen im Nationalsozialismus gelesen, in welchem auch kurz auf Kondome eingegangen wird:

Kondome waren, trotz des offiziellen Gebots zum Kinderreichtum und trotz eines 1933 ausgegebenen Runderlasses gegen ‚die Aufstellung von Schutzmittelautomaten’, problemlos verfügbar, auch in Automaten auf Bahnhöfen und in öffentlichen Toilettenanlagen, wobei im Laufe des Krieges auch hier die Rohstoffknappheit bemerkt wurde. Trotzdem bekam jeder Frontsoldat 12 Kondome als ‚Erstausstattung’. Der NS-Mediziner Ferdinand Hoffmann beklagte 1939 in seiner Publikation ‚Sittliche Entartung und Geburtenschwund’, dass in Deutschland pro Jahr 72 Millionen Präservative verwendet würden. Außerehelicher Geschlechtsverkehr entsprach der Norm. „Rund um die großen Städte sind die Straßen in den Wäldern Abend für Abend voller Autos, in denen nach amerikanischem Muster so genannte Liebe gemacht wird“, klagte Hoffmann. Sexualität sei offenbar jener Bereich, „in dem es am schwierigsten ist, ein guter Nationalsozialist zu sein“.

Daraufhin suchte ich ein paar passende Bilder, um diesen Blogbeitrag zu illustrieren, und stieß dabei auf den reichlich bebilderten Artikel Kondom Tentara Jerman Dalam Perang Dunia II („Kondome der deutschen Armee im 2. Weltkrieg“), den ich zwar nur mit Hilfe von Google Translate so einigermaßen lesen konnte, aber nichtsdetotrotz wegen des guten Bildmaterials historischer deutscher Kondome hier verlinke.

Heißt hier noch jemand Condom?

Gestern habe ich den (vielleicht gefakten) jungen „Jesus Condom“ erwähnt; heute stolpere ich über ein noch nicht ganz volles* Blog von Carla Condom; das soll wohl mal was mit „sexy“ und „eBook“ werden. Hmnja. Leider kein Impressum drauf, und auch noch kein passender Inhalt – dafür spukt ein „Phenomän“ durch den Text. Ähhh – was ist „Facebooking“?
*Achtung: Ironie…

They’re Gummi

Wahrlich, sind die bekannten Kondome ein klassisches Jungs am nächsten friend. They’re Gummi Verhütungsmethoden anerkannt zu unerwünschten Schwangerschaft zusammen mit dem gefürchteten std oder Helps. They verhindern, elastisch und unglaublich dünn Speicher oder Gummi hergestellt werden material. And Sie überrascht zu entdecken, dass Sie zur Verfügung Kondome available for sale finden now and von denen die meisten sogar aromatisierte Kondome, um Ihnen Möglichkeiten bieten werden.
Wirklich, es ist so erstaunlich, wie eine solche Nutzung der Kondome ist durch die years. Really verändert, seit 1884 wurde Latex Material die einzige wirkliche Gegenstände, die daran gewöhnt, diese Verhütungsmethoden zu produzieren war bis 1912. Which war einst das sehr originell von Condom begonnen, known. Then werden diese Entdeckung bereitete schließlich den Weg in die für die verschiedenen Bauarten und Typen von Kondomen für alle Arten von Personas zusammen mit den Typen von Menschen. (Canalblog)

Ja. Genau. Nicht? Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mich bei meiner Kommunikation mit anderssprachigen Menschen auch immer auf den Google Translator verlasse? Nein? Seltsam…

Tolles Thema. Schade.

Es gab mal einen netten, kleinen Blog über Kondome mit dem Namen Der verrückte Alltag eines Kondome-Shop-Betreibers, der lebte von Ende 2006 bis Januar 2007. Seitdem ist er tot (der Blog, nicht der Betreiber. Hoffentlich). Schade eigentlich.
Dann gibt es eine Seite, die heißt Megapack-Kondome – der Kondom-Blog. Da war Anfang 2009 Schluss, nachdem die Beitragsfrequenz zum Schluss auf einen Seufzer pro Monat gefallen war. Schade eigentlich (Den Rest der Seite konnte man eh vergessen, alles nur Werbelinks).
Beim KondomgroesseBlog tut sich auch seit letztem Herbst nichts mehr. War aber auch nur so ein krauser Schein-Blog, von dem alle Links zu einem einzigen Anbieter führten.
Tja, dann gibts nur noch Beecub, da steht wenigstens ein, zwei Mal im Monat was über Kondome – auch wenn es meist nur irgendwelche lustigen YouTube-Videos sind. Schade eigentlich (aber zumindest lebt dieser Blog noch).

Und sonst? Verstreute Einzelbeiträge in diesem oder jenem Blog – entweder bei den Medizin-/Gesundheits-/Familienplanungsthemen oder bei Werbung/Lustiges.

Tolle Domains gibts noch – aber die schönsten sind leer. Kondomblog.com? Fehlanzeige: „Lorem Ipsum trallala“, und nicht mal ein Impressum. Kondomblog.de? Seit Jahren nur die Meldung „In kürze wird die adfire GmbH unter der Domain kondomblog.de ein weiteres interessantes Projekt starten.“ (Kürze wird zwar groß geschrieben, ist aber halt relativ, nicht? Alle Kondombenutzer wissen das…) kondomblog.wordpress.com? „This is an example of a WordPress page“…

Sollte ich denn wirklich der Einzige sein, der Kondome noch so interessant findet, dass man mit gewisser Regelmäßigkeit (und ein wenig Sachkenntnis) was schreiben kann? Hallo!?

(Hoffentlich liest das wenigstens jemand…)

Asiatische Kondome

Da habe ich mich doch vorgestern über diese Pseudo-Blogs aufgeregt, die alle den gleichen Werbetext verwendeten (das werden übrigens immer mehr, ist eine richtige Seuche); aber jetzt werden auch schon automatische Sinnlos-Blogs erstellt, um bestimmte Begriffe zu pushen. „Asiatische Kondome“ beispielsweise. (Kein Mensch sucht nach „asiatische Kondome“! Japanische Kondome, ja. chinesische Kondome – auch noch, aber asiatische Kondome? Vergesst es.)
Da werden dann beispielsweise Märchen verwurstet:
„Doch die Frau war gut und mitleidig, verbarg die Kinder und gab ihnen asiatische kondome.“ (Ist das nicht schon fast strafbar?)
„Da wurde ihr weh ums asiatische kondome Herz, im Stalle blöckte ihre Lieblingskuh.“ (Original! Fehler nicht von mir.)
„Daher pflegt man auch zu sagen, im ersten Dienstjahre spricht die Magd meines Herrn Kuh, im zweiten unsere Kuh, und im dritten asiatische kondome und in allen folgenden meine Kuh.“ (aaargh!)
So. Und nun müsste dieser Artikel bei Google noch vor dem dämlichen Märchenverwursterblog gelistet werden, wenn jemand nach asiatischen Kondomen sucht. Ätsch!
Ich wünsche Euch einen sonnigen 1.Mai – geht mal schön demonstrieren (oder kauft asiatische Kondome…).

Galerie benutzter Kondome

Für die Freunde des schlechten Geschmacks, derer es zweifellos auch unter Euch welche gibt, habe ich heute einen Link: Found Condoms, eine in Blogform gehaltene Galerie mit Bildern gefundener, natürlich benutzer Kondome. Zu jedem Bild gibt es auch mehr oder weniger Text (Beschreibung der Fundstelle usw.), und alle Fundstätten werden übersichtlich auf einer Karte dargestellt. Allerdings ist diese derzeit noch absolut Amerika-lastig… Falls Ihr dem Inhaber dieses Blog also eine Freude machen wollt, schickt ihm ein paar Bilder von benutzten (oder auch geplatzten) Kondomen. Und bitte dran denken: keine Kopie an mich. Danke.