Allet Jute

Ach, wenn es doch nur so einfach wäre mit der Satire – gerade wenn die EU-Brüssokratie eine Steilvorlage nach der anderen liefert, gäbe es doch nun genug Dinge, die man durch den Kakao ziehen könnte (in der Einweg-Plastiktasse, selbstverständlich, solange es noch geht, und am besten mit Wattestäbchen noch mal umrühren). Aber dass Satire manchmal nur noch peinlich ist, beweist heute das „Glasauge“, nach eigenen Angaben DAS SATIREMAGAZIN DER WELT (OK, kann man auch durchaus selbstsatirisch verstehen):

Aufgrund des geplanten Plastikverbots in der EU gilt beim Liebesspiel eine neue Verordnung: Kondome müssen wiederverwendbar und aus organischen Materialien sein.

Haaaaa haaaaaa haaaaaa (So auf Faultier-Art, wie in dem Trickfilm, wissenschon).
Nichts am normalen Kondom ist aus Plastik (außer der Einsiegelung der Umverpackung der Siegelfolien, Sie wissen schon, Verpackungsqual dritten Grades und so). Kondome sind aus organischen Materialien (zumindest war Latex, als ich das letzte Mal ins Lehrbuch geschaut habe, noch organisch. Künstliche Gummibäume aus Plastik gibts vielleicht beim Homedesigner, aber nicht in der Gummifabrik), und sie sind (zumindest prinzipiell) wiederverwendbar (dass man das aus gewissen Gründen nicht machen SOLL, weswegen es auch groß auf jeder Packung draufstehen muss, ist was anderes und – obwohl auch EU-Regelung – zweifellos auch sinnvoll, sofern man nicht weitab in Afrika wohnt, wo in einigen Gegenden aus Mangel und Not Kondome tatsächlich mehrfach verwendet werden, zumindest solange Afrika noch nicht in der EU ist).

Spätestens neun Monate nach der neuen Kondomverordnung werden viele EU-Bürger feststellen, wohin Konsum ohne Sinn und Verstand führt, und womöglich mehr auf wiederverwendbare Sexualpartner setzen.

Haaaaa haaaaaa haaaaaa. Echt mal jetzt.

Urlaub – kondomfrei :-)

Robert macht mal Urlaub. Im September geht’s weiter – Ihr könnt ja schon mal sammeln und mir alles schicken, was es da draußen so an lustigen, skurrilen, interessanten oder wissenswerten Dingen rund ums Kondom gibt. Und damit Ihr nicht ohne Anleitung und geistigen Beistand durch den August trotten müsst, hier noch die Satire des Tages, gefunden bei den Religioten auf Facebook:

Machs

Kondome ins Klo!

GuteFrage.net ist ja bekanntlich eine meiner Lieblings-Satireseiten im Netz; ich staune immer wieder, was den Redakteuren da so alles einfällt. Die können wirklich so tun, als wäre sie intellektuell verkrüppelte Teenager, zum Beispiel auf dieser Seite, wo es um die Frage geht, ob man Kondome einmal(!) im Klo runterspülen dürfe. Dazu haben sich die Jungs 15 (!) Antworten einfallen lassen… zum Beispiel:

  • „Da wird sich die Mutti aber freuen :D“
  • „Es ist aber eckelhaft und nicht gut für irgendwas kp haben wir in der schule gelernt“
  • „Ja,du wirst morgen Bestraft !!!“
  • „schmeiß aus dem fenster :D“
  • „Was sollte daran schon schlimm sein? Du kannst deine benutzten Kondome natürlich aber auch nacheinander auf der Wäscheleine aufhängen“
  • „den Klempner freut`s bestimmt…der will ja auch was verdienen ^^“
  • „immerhin wird davon niemand schwanger ^^“
  • „hahaha. mach mal ruhig =) ich hoffe für dich, dass es durchflutscht. aber die meisten toiletten haben ein sieb irgendwo in der röhre“
  • „wenn dus schon machst wickel es ordentlich in klopapier ein damit es nicht hängenbleibt“
  • „Es können 3 Möglichkeiten eintreten: das Kondom wird runtergesült – ist fort. Das Kondom wird runergespült, verursacht Verstopfung, Muß dann händisch rausgeholt werden. Kondom wird als Verursacher erkannt. Kondom wird nicht runtergespült. taucht wieder auf (wenn Tante Emma gerade draufsitzt). Bedenke die Möglichkeiten, dann entscheide.“

Es soll ja immer noch Leute geben, die glauben, dass da wirkliche Leute miteinander über solche Fragen diskutieren. Aber so schlimm KANN es doch in Deutschland gar nicht sein, oder? Halloooo?

Die aktuelle Kondom-Umfrage

Es gibt eine interessante Umfrage zum Thema „Kondome & Jugend“, die ich bei Eltern im Netz gefunden habe:

Beim wöchentlichen Durchsuchen der Schränke Ihres 19-jährigen Sohnes machen Sie eine grausame Entdeckung: Eine Packung Kondome! Wie reagieren Sie?

  • Ich steche mit einer Nadel kleine, nicht sichtbare Löcher in die Kondome, damit er für den Rest seines Lebens etwas hat, das ihn an sein Sex-Verhalten erinnert.
  • Ich tröpfel ein paar Tropfen Tabasko in jedes Kondom. Sex ist schließlich nicht zum Vergnügen!
  • Ich kürze sein Taschengeld für das nächste halbe Jahr. Vielleicht ist es ihm dann zu schade, es für Kondome auszugeben.
  • Ich gehe mit ihm zu dem Geschäft, in dem er die Kondome gekauft hat, damit er sich bei der Kassiererin für sein Perverso-Verhalten entschuldigt.
  • Ich mache einen HIV-Test mit ihm und ändere das Ergebnis in „Positiv“ um, damit er keinen Sex mehr hat. Wenn er alt genug ist, gebe ich ihm das richtige Testergebnis.

Das Abstimmungserbenis gibt es dort natürlich auch. Vielleicht mögt Ihr Euch auch beteiligen?

Nur, falls es einer noch nicht gemerkt hat: Eltern-im-Netz.net ist eine Satire-Seite.

Für Katholiken: Kondom-Genehmigungs-Service

Das offensichtlich dem Vatikan nahestehende Magazin „Titanic“ hat in seiner Rubrik „Katholikenservice“ seit neuestem einen „Kondom-Genehmigungs-Service„: „Sie sind Katholik, planen Geschlechtsverkehr und wollen dabei ein Kondom benutzen? Kein Problem! TITANIC macht es möglich: einfach diese Eilgenehmigung ausfüllen (den roten Text ersetzen), den Sonderfall angeben und das Formular absenden.“
So können sich insbesondere unsichere oder durch die Äußerungen des Papstes, die so gemeint waren, wie er sie geäußert hatte, oder doch ganz anders, verunsicherte Gläubige konkret Gewissheit verschaffen, ob in ihrem Fall der Einsatz eines Ratze-Gummis möglich ist. Eine ausführliche Produkbeschreibung dieses katholikenfreundlichen, kardinalroten Kondoms mit Passions(!)fruchtaroma gibt es z.B. in diesem Shop: „Seien Sie ein frommer Katholik und trennen Sie diesem vatikantauglichen Kondom die Spitze ab. Alles weitere regelt der liebe Gott.“

Sammelt Altkondome!

Da die geltenden Hartz-IV-Sätze wohl nicht genügend Spielraum für Kondome lassen (ich berichtete), sind einige Kommunen jetzt dazu übergegangen, im Rahmen der bis 1. April andauernden Initiative „Wie beschäftige ich Hartzer am sinnlosesten“ Langzeitarbeitslose zum Sammeln von Kondomen in öffentlichen Parks und Einrichtungen abzustellen. In mehreren, jeweils 2 Stunden dauernden Schichten sollen so zuerst alle noch benutzbaren Gummis gesammelt, gereinigt, auf Löcher geprüft und wieder aufgerollt werden. Diese Maßnahmen werden durch einschlägig bekannte Firmen aus dem Bereich der „Hartz-IV-Industrie“ (lesenswert: Heft 1/2011 des SPIEGEL) koordiniert und ausgewertet; anschließend werden Bewegungsprofile der Benutzer, beliebteste Quickie-Ecken und eine Markenübersicht erstellt.

Die erfolgreichsten Sammler erhalten ein original versiegeltes echtes garantiert unbenutztes Gratis-Kondom einer namhaften chinesischen Firma, die auf diese Weise preiswert die Zuverlässigkeit ihrer Produkte testen kann, bevor sie unter einem hiesigen Markennamen an Nicht-Hartzer verkauft werden; der Startpreis pro Dreierpackung liegt dem Vernehmen nach bei ca. 9 Euro.
Die aufbereiteten Kondome werden je nach Güteklasse verteilt, verkauft (die US-Amerikanische Firma „Surfrider“ hat mit einschlägigen Erfahrungen die Logistik entwickelt, siehe Abbildung) oder zu Autoreifen verarbeitet; die gesammelten Spermaproben werden anschließend datengeschützt gespeichert und nach Bestimmung der Risikofaktoren und einer Reihe Gentests auf dem freien Markt zur Selbstinfusion verkauft.