Kondome mit nur einer Hand öffnen? Es geht!

One-handed condom wrapper (c) Benjamin PawleAn diesen dämlichen Siegelfolien hat sich schon so mancher versucht – aber bisher ist noch keiner auf die Lösung gekommen, wie man Kondome so einsiegeln kann, dass man die Folie auch mit nur einer Hand aufbekommt. Klar, es gibt die Kondome mit Abziehbändchen, und die schnieken „Pronto“-3-Sekunden-Kondome, und was nicht noch alles – geht aber alles nur mit zwei Händen.
Im letzten Jahr aber hat der britische Desinger Benjamin Pawle den One-handed Condom Wrapper entwickelt. Der Clou besteht darin, dass man quasi durch eine Schiebebewegung mit dem Daumen die speziell präparierte Folie aufschnippt und dann das Kondom elegant aus der Folie holen kann. Demo gefällig?

Noch hat sich kein Kondomhersteller gefunden, der diese Siegelfolien für seine Kondome benutzen will; das ist wirklich sehr schade. Nicht nur Menschen, die aufgrund einer körperlichen Behinderung nur eine Hand zur Verfügung haben, würden das zu schätzen wissen.

Was Durex kann, kann Lübeck schon lange

Vor ein paar Tagen erwähnte ich den Durex-Design-Wettbewerb – heute stolperte ich über eine Meldung auf HL-Live.de mit dem Titel „Lübeck safer: Kreativwettbewerb der AIDS-Hilfe“:

Nach dem großen Erfolg des Kreativ-Wettbewerbs anlässlich des 25-jährigen Bestehens unseres Vereins im letzten Jahr, lobt die Lübecker AIDS-Hilfe e.V. (LAH) erneut einen Kreativ-Wettbewerb aus für junge Menschen von 14 bis 25 Jahre aus. Das Motto dieses Wettbewerbs lautet „Lübeck safer – aber sicher!“
Jugendliche und junge Erwachsene sind aufgerufen, die zukünftigen Kondom-Umverpackungen der AIDS-Hilfe zu gestalten. „Ob gemalt, gezeichnet, fotografiert, in einer Collage oder am Computer entworfen – wir wollen der Kreativität der jungen Menschen keine Grenzen setzen“, so Antonia Mansson vom Vorstand der LAH.

Auf den Seiten der Lübecker AIDS-Hilfe gibts den aktuellen Flyer zum Wettbewerb zum Download mit allen wichtigen Informationen zum Mitmachen. Die von der Jury gekürten sechs Siegermotive sollen dann als Kondom-Umverpackung gedruckt und bei Präventionsveranstaltungen in Schulen und anderen Einrichtungen kostenfrei verteilt werden. Der Abgabeschluss für die Ideen und Entwürfe ist übrigens ist der 25. Juni 2012.

Billy Boy testet Studentinnen

Nein, nicht auf ihre Eignung als Kondombenutzerinnen – sondern auf ihre fachlichen Qualifikationen bei der Entwicklung neuer Kondomverpackungen. Die „Hannoversche Allgemeine“ berichtete gestern abend über eine entsprechende Zusammenarbeit zwischen dem Billy-Boy-Hersteller Mapa (der sinnigerweise – für den Fall, dass es mit den Billy Boy doch nicht so klappt – auch die Baby-Marke NUK und die Spontex-Reinigungsprodukte produziert) und der Fachhochschule Hannover (Fakultät II, Abteilung Lebensmittelverpackungstechnologie, Prof. Dr. Rainer Brandt):

„Im Prinzip geht es ja um die gleichen Fragen wie beispielsweise beim Verpacken von Kaffee“, erklärt der Experte. Ob Kaffee oder Kondome: Produkteigenschaften wie Haltbarkeit, Schutz vor äußeren Einflüssen, ein leichtes Öffnen der Verpackung und eine ansprechende Präsentation seien in beiden Fällen entscheidend, sagt Brandt. (…) Die für ein Kondom geforderte Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren stellt die Lebensmitteltechnologen ebenfalls vor neue Herausforderungen: „Finden Sie mal ein Lebensmittel, das so lange zu genießen ist und nicht in einer Dose verpackt ist.“ Kondome in Dosen wären sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Na dann. Bisher zeichneten sich Billy-Boy-Kondome ja nicht gerade durch innovative Verpackungen aus – insofern ist diese Initiative durchaus zu begrüßen. Schauen wir mal, ob was dabei herauskommt…

Flachkapselblisterdöschen?

Wie heißt diese Verpackung?Ein befreundeter Kondomhändler hat ein Probem – er weiß nicht, wie man diese nebenstehend abgebildete Verpackung nennt.
Eine genormte Bezeichnung scheint es wohl nicht zu geben; beim Hersteller eines ähnlichen Produktes spricht man nur von der „innovativen Verpackung“. Eigentlich ist es ja völlig egal, möchte man meinen – aber das Ding muss doch einen Namen haben. Wie sollte man denn sonst im Laden sagen? „Ich will die Gummis in dieser, äh, innovativen Verpackung!?“
Vielleicht habt Ihr ja Ideen – hier ist erst einmal die Liste der Vorschläge, die in einem Fachhändlerforum zusammenkamen:

Flachkapsel, Flachblister, Pariblister, Schutzkapsel, Frischebox, Blisterdöschen, Easypack, Lurchwärmerkleinstverpackung, Wurstdöschen, Kondom im Döschen, Single Verpackung, Fremdgängerdose, Folienkapsel, Portionspackung

Es geht übrigens um die Kondome der Marke Ceylor; die Schweizer sind eben innovativ 🙂 (nur sprachlich fehlt’s ihnen halt ein wenig).