Donuts, Kondome und Mimimi an der Uni

Mir geht dieses Mimimi in letzter Zeit ziemlich auf den Keks. Überall Mimimi. Kaum macht einer was, fühlen sich drei andere beleidigt, 6 weitere missverstanden, 10 schreien Diskriminierung, 20 rufen nach Safe Spaces und zum Schluss prügeln 100 auf den einen ein, der mal was gemacht hat. Was genau, spielt eigentlich gar keine Rolle, Hauptsache, man hat wieder einen, auf den man im Namen von Gendergerechtigkeit, Political Correctness, GegenHateSpeech, GegenFakeNews, GegenAlteWeißeMänner oder was auch immer einprügeln kann.

Neuestes Beispel – wie kann es anders sein – ein Kondom.

Dieses Kondom. ==>

Was steht drauf? [Donut] GO FURTHER WITHOUT CONSENT.

Der Donut steht für „do not“ – also „nicht machen“. Dahinter steckt eine Art Wortspiel. Wenn man die Beschriftung zusammen mit dem Donut liest, heißt es also: „Mach nicht weiter ohne Zustimmung“. Die Firma hat die Reihe „Consent Condoms“ entworfen, „um eine Diskussion über das Thema, wie man am besten mit jemanden über über die Einwilligung zum Sex spricht, ins Rollen zu bringen“, schreibt sie auf ihrer Homepage. Seit 2008 unterstützt „Say It With A Condom“ verschiedene Gesundheitsorganisationen und verkauft Kondom-Reihen mit bestärkenden Botschaften wie die „HIV-Awareness“-Reihe, die über Aids und andere sexuelle Krankheiten aufklären soll.

Natürlich gibt es, wie bei allem, was sprachliche Spielereien abbildet, auch Leute, die dafür keine Ader (oder generell keinen Humor) haben. Normalerweise – in einer funktionierenden Gesellschaft – würden die einfach mal „Hä? Versteh ich nicht“ sagen, sich vielleicht auch erkundigen, es erklärt bekommen, und gut wär’s. Aber das ist Amimimirika, wo schon der Anblick eines solchen Gegenstandes schwere psychische Störungen und den reflexhaften Verfolgungwahn durch böse weiße Männer hervorrufen kann:

I know what it says, „Rape!“

Ja, klar.
Mehr hier bei der Huffington Post oder natürlich gleich auf Reddit.

New Yorker Schüler dürfen jetzt auch mal ran

wsj… an das Kondom. Im Unterricht.
Bisher gab es Kondome im Unterricht an New Yorker Schulen nur theoretisch – als Abbildung in Lehrmaterialien. Wer als bildungsbeflissener Teenager mal eines „in echt“ sehen wollte, musste sich in sogenannten „health resource rooms“, abgeschirmt von den Blicken derer, die es nicht sehen durften oder wollten, eines zeigen lassen – Einverständnis der Eltern natürlich vorausgesetzt.
Wie das Wall Street Journal jetzt meldete, dürfen nun Kondome auch im Unterricht in New Yorker Klassenräumen gezeigt und ihre Verwendung demonstriert werden:

High schools can start showing students how to use condoms during health classes in the fall, lifting a longtime ban on condom demonstrations during class periods. […] Allowing condom demonstrations in high school health education class will provide students with medically accurate information that can help them stay healthy.

Was natürlich nicht heißt, dass das jetzt jede(r) zu sehen bekommt; no sir. Aus dem bisherin Opt-in ist nur ein Opt-Out geworden; Eltern, die ihren Sprösslingen den Anblick eines über ein Stück Holz oder Plastik gestülpten Gummitütchens nicht zumuten mögen, können ihre Kinder natürlich vom Kondomunterricht befreien lassen. (via)