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ГОИDОИ !?

Was man so liest, wenn man nur mit einem halben Auge hinschaut – Wie zum Kuckuck schreiben die denn „Kondom“!?
(Ja, ich hatte noch Russisch in Schule und Studium, und ja, ich habe auch lange in Sachsen gelebt, so dass ich „Gondom“ las, als mir dieses (Werbe-)Handtuch entgegenfiel.)
Kann ja mal passieren. Dann dachte ich, wieso haben die das denn auch falsch herum aufgenäht… und dann hab ichs aufgegeben. Manche Tage sind das Aufstehen echt nicht wert :-/

Zwischendurch: Rückblick

Nein, nichts persönliches, auch kein Rückblick auf ein paar Jahre Bloggen – nur ein Rückblick auf die Geschichte des Kondoms, damit niemand vor lauter Anekdoten und Merkwürdigkeiten den Überblick verliert; diesmal präsentiert von Hallie Lieberman in JStor Daily und angereichert mit ein paar lesenswerten weiterführen Literaturtipps:

Animal-intestine condoms have existed since “at least medieval times,” Bullough writes. Other scholars assert that the condom dates back even further, to tenth-century Persia. It was not until the sixteenth century that doctors began suggesting that patients use condoms to prevent diseases. The first physician to do so was the Italian doctor Gabriele Falloppio, who recommended that men wear a lubricated linen condom to guard against venereal disease.

Im Großen und Ganzen bringt der Artikel nichts Neues, aber zumindest ist es eine unaufgeregte und gut zusammengefasste Übersicht mit leicht Amerika-orientiertem Schwerpunkt (natürlich), erholsam sachlich im Gegensatz zu Klickbait-Galerien à la „10 unglaubliche Fakten über Kondome, Nr. 8 hat mich echt umgehauen“ oder so.

Und wieder macht einer zu :-(

Gerade scrollte dieses Foto durch meine Facebook-Timeline:

Das ist der condomi-Laden in der Limburger Straße in Köln, auch so ein Urgestein des Kondomhandels. Schade drum. Wieder einer weniger (in Kürze schließt ja die Condomeria in Basel).

Geht doch.

Letzte Woche hatte ich mich doch über das Ritex-„Blog“ amüsiert (falls sich wer erinnert). Ich hatte daraufhin einen netten Mailaustausch mit der Marketingabteilung, und dann war die Geschichte erst einmal abgehakt.
Aber – es geschehen noch Zeichen und Wunder – heute gabs da mal was, was der Anfang eines Blogs werden könnte, nämlich „Mein Leben mit dem Kondom“ vom Ritex-Juniorchef (ich war mal so frech, das Titelbild zu übernehmen, möge man mir dafür die Absolution erteilen vor dem Großen Urheberrecht – es stand keine Lizenz und auch kein Urheber drunter):

Zu Zeiten meines Vaters, so wurde mir berichtet, musste das Familiengewerbe noch irgendwie mit der bereits oben erwähnten Produktion von Luftballons umschrieben werden. Zu Zeiten meines Großvaters wurde darüber sogar überhaupt nicht geredet: Das waren noch die Zeiten, wo man nach einem Haarschnitt beim Herrenfriseur wortlos eine Mark mehr als gefordert auf den Tresen legte und ebenso wortlos unter dem Tresen ein Kondom gereicht bekam.

Bitte, geht doch. Noch etwas steif in der Formulierung, aber ein guter Anfang für (vielleicht?) mehr interessante Geschichten. Ich warte dann mal auf mehr 🙂

Nicht so hastig, Jungs.

Gaaanz überraschend hat die Wissenschaft (endlich!) herausgefunden, dass es grundsätzlich besser ist, sich gerade bei wichtigen Dingen (wie dem Überziehen eines Kondoms) ausreichend Zeit zu lassen, um Fehler (und daraus resultierende spätere Probleme, Kevins, etc.) zu vermeiden.

This event-level analysis suggests that women and men who perceive that condom application was rushed are more likely to experience errors/problems during the sexual event that substantially compromise the protective value of condoms against disease and pregnancy. Educational efforts emphasising the need to allow ample time for condom application may benefit this population. (Sex Transm Infect. 2015 Jun;91(4):275-7. doi: 10.1136/sextrans-2013-051491. Epub 2014 Nov 12.)

Nun ja.
Wirklich überraschend ist das nun nicht. Und neu eigentlich auch nicht, wenn man sich das Datum der Veröffentlichung anschaut. Aber irgendjemand brauchte wohl einen Lückenfüller, und so wurde es eben eine „aktuelle Studie“ – und wie das so ist, wird diese „aktuelle Studie“ nun überall wiedergekäut, als wenn sie irgend etwas neues bringen würde. Nein – tut sie nicht. Sie untermauert halt nur eine alte Binsenweisheit – die dadurch natürlich aber nicht weniger wichtiger ist. Also: Lasst Euch Zeit. Nicht nur beim Überziehen 🙂

Kondompflicht für Prostituierte rechtens?

Klage gegen Kondompflicht“ titelte Achgut.com vorgestern mit Bezug auf diesen Artikel in der Frankfurter Rundschau, auch wenn das Thema Kondompflicht nun nicht gerade das zentrale Thema der von Verfassungsrechtler Meinhard Starostik unterstützten Klage von Dona Carmen vor dem Verfassungsgericht ist (macht sich aber als Titel zugegebenermaßen ganz gut).

Starostik hält das Gesetz in drei Punkten für anfechtbar. Bei der Anmelde- und Beratungspflicht hält er die enge Überwachung nicht für gerechtfertigt. „Der Gesetzgeber scheint davon auszugehen, dass alle Prostituierten bescholten sind“, vermutet der Richter. In der Kondompflicht sieht Starostik einen unzulässigen Eingriff in den intimen Persönlichkeitsbereich. Noch deutlicher wird der Jurist bei der Kontrollpflicht, die den Betreibern von Bordellen und Vermietern von Stundenzimmern auferlegt wurde. „Das ist schon irre und unzumutbar.“ (Achgut)

Aaalso… natürlich finde ich „mit“ immer besser als „ohne“, zumindest im professionellen Bereich (ins Private will mich nicht einmischen), aber Zwangsmaßnahmen lehne ich grundsätzlich ab. Selbstverständlich sollte jede/r Sexarbeiter/in Kondome dabei haben und diese auch anbieten (schon aus Selbstschutz-Interesse), aber daraus einen strafbewerten Zwang zu machen, halte ich für kontraproduktiv – denn es wird den Akt „ohne“ nur ins Illegale abdrängen und damit begehrtenswerter (und auch teurer) machen; dem Anspruch, Prostituierte damit, wie der Gesetzestitel suggeriert, „schützen“ zu wollen, kann so eine Regelung nicht gerecht werden. Der Nanny-Staat ist wieder einmal am Durchregieren – zunehmende Inkompetenz bei den Kernaufgaben wird mehr und mehr durch ungezügelte Regelungswut in Bereichen ersetzt, in denen er eigentlich gar nichts zu suchen hat (was man auch daran sieht, dass die Meinung der Betroffenen generell ignoriert wird).

Fake News? Oder Old News?

Ich lese ihn ja gerne, den Danisch. Aber manchmal ist er der Zeit auch etwas hinterher… Vegane Kondome und Lecktücher zu kaufen hätten die Hallenser Studentenfunktionäre auf ihrer letzten Sitzung beschlossen, schreibt er heute – oder nee, das ist ja nur so ein kurzer, also „…verlinkt er heute“, und zwar auf diese Meldung von HalleLife.de – aber die ist schon vom März 2016… Der Studentenrat dürfte inzwischen noch die eine oder andere Sitzung abgehalten haben.
Soviel ich weiß, wurde der Beschluss (falls er nicht ohnehin gekippt wurde) jedenfalls nicht umgesetzt. Der einzige Importeur veganer Lecktücher weiß von einem solchen Großauftrag jedenfalls nichts. Schade drum eigentlich. Gerade wer Verhütung so bitter nötig hätte…
Nichtsdestotrotz, lieber Hadmut: Schöne Pfingsten!

Süchtig nach Kondomen

Und weil schon wieder Wochenende ist, weil es jetzt, wo man draußen was unternehmen könnte, natürlich wie aus Kannen gießt und alle Kevins wieder vor dem Monitor hängen:

Wegen Liebe

… und beide hießen Kevin… (via Webfail)

Kondome gegen Sonnenbrand?

Ach, ich schmeiß mich wech… Hatte ich schon mal erwähnt, wie sehr ich dieses Portal liebe?

(Leider kein Link mehr, den diese Frage war wohl selbst den sonst sehr toleranten Redakteuren von GuteFrage zu blöd)
Und nein, Kondome – auch die dicken, undurchsichtigen – sind nicht UV-beständig und daher nicht als Schutz vor Sonnenbrand geeignet. Nur um die Frage zu beantworten (nicht umsonst steht auf jeder Packung „vor direkter Sonneneinstrahlung schützen“).