Kondomwerbung in Polen

Im Blog für kreatives Marketing fiel mir heute ein Beitrag über Kondomwerbung auf. Ich halte diesen Spot für einen sehr gelungenen Ansatz, wie man Kondomwerbung locker und doch nachdrücklich rüberbringen kann:

PS. Man muss nicht polnisch können, um die Botschaft zu verstehen 🙂

Kondome der Mischungs-100

WTF? Na klar, wiedermal automatische Übersetzer am Werk. Soviel zum Thema: Wir Amerikaner können alles… (und mein Freitag ist gerettet).

(1) Trojan, Durex, Lebensstile und mehr Vielzahl-Satz.
(2) 100 CONDOMS+FREE, DIE ALLE USA VERSENDEN.
(3) EINZELTEIL EXP. DATUM ÜBER 10-monatigem ZU 3-jährigem.
(4) umfaßt dieser Vielzahlsatz eine gelegentliche Zusammenstellung der folgenden Kondome:
Trojan: Ihr Vergnügen, verdrehtes Vergnügen, ENZ, Feuer u. Eis, intensives gewelltes, Vergnügens-Satz
Durex: Besonders empfindlich, Performax, Pleasuremax, intensive Empfindung, natürliches Gefühl, tropische, maximale Liebe, ihre Empfindung, hohe Empfindung, erhöhtes Vergnügen, Regenbogen, Extrastärke
Lebensstile: Gemütlicherer Sitz, bloßes Vergnügen, sortierte Farben, Extrastärke, XL, gewellte Vergnügen, Smoking, ultra empfindlich, ultra dünn, ultra geschmiert, sein n ihr Vergnügen, Vergnügen geformt.

Ach ja, ganz wichtig: SIE ERHÄLT MÖGLICHERWEISE IRGENDEINE MARKE KANN NICHT. ES GIBT EIN MINIMUM VON 40 LIEFERTERMINEN. WENN SIE DIESES LANGE NICHT WARTEN KÖNNEN, BESTELLEN SIE NICHT VON US!
Ach so, Quellenangabe fehlt noch. Falls Ihr kaufen wollt 🙂 Hier: iOffer – Connecting MILLIONEN von Käufern und Verkäufern seit 2002.

Immer Ärger mit Durex

Es ist ja nun mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass der neue Eigentümer der Marke Durex, der US-amerikanische Mischkonzern Reckitt Benckiser, viele beliebte Sorten dieser Marke, so unter anderem die latexfreien Avanti Ultima, nicht mehr liefern kann. Alle Lagerbestände und Großhandelsvorräte sind mittlerweile aufgebraucht.
Die Economic Times (ein Ableger der India Times) berichtet heute über neue Versuche von RB, den aufsässigen indischen Unternehmer TTK-LIG, der bisher (unter anderem) diese Kondome produziert hat, wieder in seine Lohnsklavenrolle zurückzudrängen:

TTK-LIG’s condoms are not only sold domestically by a TTK group arm but form a key source for Reckitt’s global markets. In May last year, they started sparring over everything from the nomination of directors to pricing and distribution strategy. Since then, Reckitt has said, supplies from TTK-LIG have stopped. Analyst reports had suggested that this disruption particularly hurts the world’s No. 1 brand Durex.

In a fresh lawsuit filed at the Madras High Court recently, New Bridge Holdings (the company that represents Reckitt at TTK-LIG) and London International Group (New Bridge’s parent) have alleged that the JV company, at the instance of TTK, has negotiated with foreign buyers such as Church & Dwight Co Inc, Australian Therapeutic Supplies PTY Ltd, Four Seasons Lab Incs and Four Seasons Laboratories (UK) Ltd for the export of the condoms.

It also alleged that the foreign buyers are its trade rivals, and that the disclosure of trade secrets would seriously and irreversibly affect the rights to its trade secrets.

Tja, so ist das. TTK-LIG zeigt Selbstbewusstsein, und schon reagiert man bei RB pikiert und will den (nun ehemaligen) Lieferanten verklagen, der zwischenzeitlich offensichtlich mit anderen Interessenten (und das sind beileibe keinen No-Names) Verhandlungen führt. Der Marke Durex hat das auf jeden Fall nicht gut getan – alle bisher so treuen „latexfreien“ Kunden sind mittlerweile bei der Konkurrenz und werden zum größten Teil wohl auch nicht zurückkommen, selbst wenn es irgendwann mal wieder Avanti Ultima geben sollte.

Also: Adieu, Avanti Ultima.

(Ein Tipp an RB: Lasst die Inder in Ruhe. Ihr habt verloren, so oder so.)

Ein Gruß nach Rom

Ein kurzer nachösterlicher Gruß an meine katholischen Freunde in Rom:
Cardbox Church, (C) Chris Gilmour, Photo: Marco de Palma
Ein Kunst-Stück von Chris Gilmour aus dem Jahre 2004. Material: Durex, Größe: 12 x 6 x 10 cm. Foto: Marco de Palma.

Durex: Design-Wettbewerb

Als weltweit führende Kondom-Marke hat sich Durex zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für geschützten Sex auf der ganzen Welt zu stärken. Unser Designwettbewerb soll Kondome als Verhütungsmittel wieder stärker ins Gespräch bringen. Denn nur im Dialog können Tabus gebrochen und das Bewusstsein dafür gesteigert werden. Wir sind überzeugt, daß dadurch am Ende auch mehr geschützter Sex praktiziert wird.

schreibt Durex anlässlich des aktuellen Wettbewerbs, mit dem die Nutzer dazu aufgerufen werden sollen, neue Durex-Kondomschachteln zu designen.

Aus den besten 12 deutschen Designs wählt unsere Jury den deutschen Gewinner. Dieser darf sich auf einen Street Art Workshop in Berlin mit Übernachtung und Partyprogramm freuen! Außerdem wird sein Design für die ab Juni im Handel erhältliche Durex Summerbag verwendet.

Na ja. Auch so kann man sich die Kosten für den Designer schenken. Passt ja prima in das Sparkonzept des neuen Marken-Besitzers Reckitt Benckiser, das im letzten Jahr mit Entlassungen, Betriebsschließungen und Produktknappheit begonnen wurde. Aber wer sich trotzdem den Spaß machen will: Hier darf man gratis für den (Noch?-)Marktführer arbeiten…

Iran gegen USA: Wer klaut denn da bei Durex?

Die Iraner sind ja nicht doof. Sie basteln ja nun schon jahr(zehnt?)elang an ihren immer schon fast fertigen Atomwaffen, da haben sie natürlich keine Zeit für andere Dinge. Und da man ja einen Nationalsport draus macht, die Amerikaner zu ärgern, gibt es jetzt – da die Marke Durex ja nun zum US-amerikanischen Mischkonzern Reckitt-Benckiser gehört – eine Kondomsorte auf dem iranischen Markt, deren Design mir doch recht bekannt vorkommt.
Allerdings halte ich es nicht für wahrscheinlich, dass Durex seine diesbezüglichen Rechte im Iran durchsetzen kann 🙂
(links: Durex Love, 6er Packung, aus der Kondomotheke; rechts: Good Life Love, 12er Packung, von Refah.ir)
Ob der Anbieter/Hersteller Best Vision International nun eine iranische Firma ist oder nicht, kann ich leider nicht sagen; die Website scheint sehr sparsam mit Informationen umzugehen. Die Domain bvi-de.com ist jedenfalls auf den (iranischen) Namen Majid Manouchehri registriert – und zwar bei Checkdomain in Deutschland.

Die Chinesen kommen

Die Frankfurter Rundschau wusste heute Erstaunliches zu berichten:

Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben in China, und die sollen – so will es der Staat – möglichst wenige Kinder bekommen. Ein perfekter Markt für den größten einheimischen Kondom-Hersteller, sollte man meinen. Doch offenbar nicht perfekt genug: Der chinesische Kondom-Hersteller Safedom sucht europäische Investoren oder Neuerwerbungen, um den internationalen Markt zu erobern, berichtet die britische Financial Times.

Na, wenn das nicht mal eine meldenswerte Meldung ist. Insbesondere, da eine nicht unbeträchtliche Zahl von „europäischen“ Kondomen bereits in China gefertigt werden – allerdings eben nicht von Safedom. Da liegt nämlich der Hase im Pfeffer: Es ist nicht so, dass der einheimische Markt nicht gut genug wäre – nein, die einheimische Konkurrenz erwirbt als Auftragsfertiger für westliche Marken internationales Renommée, und das wurmt die „Zurückgebliebenen“ von Safedom. Interessant ist allerdings folgender Absatz:

Dagegen ist Safedom, 2006 im chinesischen Yantai gegründet, bisher ausschließlich auf dem chinesischen Markt vertreten – allerdings mit Stückzahlen im dreistelligen Millionenbereich. Deshalb produziert das Unternehmen bisher auch überwiegend Kondome für Frauen, auch Femidome genannt, die in China als Verhütungsmethode weit verbreitet sind. Dabei arbeitet Safedom eng mit den chinesischen Behörden zusammen. An der Entwicklung der Produkte ist die Nationale Kommission für Bevölkerung und Familienplanung beteiligt.

Durex, nach eigenem Bekunden Weltmarktführer bei Kondomen, gibt sich „gelassen“; noch, so scheint es, ist die Position der Marke unangefochten. Ob sich das aber gerade jetzt angesichts der derzeitigen Lieferschwierigkeiten (manche Durex-Produkte sind seit Monaten nirgendwo mehr zu kriegen, bei manchen wird von weiteren mehreren Monaten ausgegangen, bevor sie wieder lieferbar wären) auf Dauer so aufrecht erhalten lässt, ist zumindest fraglich. Dass ausgerechnet jetzt, wo Durex wackelt, die Mitbewerber um einen besseren Platz auf dem Weltmarkt buhlen, kommt nicht von ungefähr.

CSD500: das ewige Versprechen – uneingelöst.

Seit mindestens 4 Jahren geistert das CSD500 durch die Medienlandschaft – das Wunderkondom, das die passende (bzw. notwendige) Erektion gleich mitbringt. Schluss mit nervtötendem Vorspiel oder halbstundenlanger behutsamer Stimulation, um einen gewissen Mindestanstellwinkel zu erreichen – Instant Erection quasi: aufreißen, überziehen: steht.
Ganz so dramatisch schildert der Entwickler des „Wunderkondoms“, die Firma Futura Medical, das natürlich nicht:

By applying the CSD500 condom, a pharmacological dose contained within the teat of the condom will be delivered to the penis. This has been clinically proven to increase local blood flow within the penis which in turn leads to increased firmness, increased penile size and longer duration of an erection.

Der Vertrieb soll über die Marke Durex erfolgen, damit der Absatz auch weltweit gleich ordentlich funktioniert. So weit, so schön – nur: wo bleibt CSD500? Seit einiger Zeit ist es erstaunlich ruhig geworden um dieses Produkt, das „nach Erkenntnissen der Hersteller 80 Prozent der Kondomnutzer neugierig machen“ (Paradisi.de) sollte.
Womöglich gehört auch dieses Kondom ja zu der Sorte „Phantomkondome“ – ewig versprochen, nie geliefert – wie das Spraykondom oder die Nikotin-Kondome

Kreuz.net: „Homo-Lustseuche Aids“ und Gummipackungen für Geschlechtsorgane

Nur, damit wir uns gleich richtig verstehen: Ich habe nichts gegen Katholiken. Mein Schwiegervater ist katholisch, meine Frau evangelisch, ich selbst bin Atheist, und wir leben gut von diesem teilweise sehr spannenden Gesprächsstoff namens Religion. Der Katholizismus treibt jedoch manchmal, vorsichtig ausgedrückt, etwas seltsame Blüten, so beispielsweise hin und wieder im „katholischen Nachrichtenmagazin“ KREUZ.NET:

Ein Greuel in Gottes Angesicht: Seit Jahren veranstaltet die Erzdiözese in London Sodom-und-Gomorra-Messen. Es gibt zwar dagegen einen katholischen Widerstand. Aber Rom steht auf der Seite der Warmen. (…)
Einen traurigen Höhepunkt erreichten die Londoner Homo-Eucharistien im letzten Dezember. Damal bewarb sogar die Kondom-Firma ‘Durex’ auf der Webseite ‘durexhcp.co.uk’ die Homo-Eucharistie am 5. Dezember. Die Veranstaltung kreiste um die Homo-Lustseuche Aids. Die Firma ‘Durex’ vertreibt in über 150 Ländern Gummipackungen für Geschlechtsorgane. Mit 35 Prozent Markanteil ist der Konzern der führende Hersteller dieser Masturbations-Gegenstände.

Nein, das ist keine Satire. Den vollständigen Artikel könnt Ihr hier lesen – Ihr erfahrt alles über das „Londoner Homosexuellen-Ghetto“ Soho, „Gott und die Natur beleidigende Homo-Aufläufe“ in London und andere „Teufeleien“.