Was macht ein Russe im Kondom?

Er wird Bürgermeister.

(Sorry, der war flach. Aber ich hatte in dieser Pressemeldung tatsächlich zuerst „Russe“ statt „Rousse“ gelesen gesehen. Kommt davon, wenn man nicht richtig hinschaut.)

Drauf, ran, rein? Von wegen.

Manche Wege sind weiter, als man denkt – zum Beispiel der vom Kondom bis zur Vagina, also auf gut Englisch „from Condom to Pussy“, in Frankreich jedenfalls.
Google Maps - from Condom to Pussy
Gute Reise!

Screenshot (c) Google Maps

Kondome aus Condom sind keine Condom-Kondome (mehr)

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP gestern meldete, darf eine in der südfranzösischen Stadt Condom ansässige Firma ihre (in Malaysia hergestellten und ausschließlich in den USA vertriebenen) Präservative nicht mehr mit dem Hinweis bewerben, es handele sich um Kondome aus Condom. Die bisher als „The Original Condom from Condom, France“ angebotenen Edelgummis müssen sich also nun eine neue Werbebotschaft suchen, weil der Bürgermeister der Gemeinde, Bernard Gallado, nicht möchte, dass der Name seiner Stadt kommerziell genutzt wird, ohne dass er etwas davon hat (so scheint es).

„It is clear that the use of the name, the image and the renown of the town of Condom, without its knowledge, for entirely commercial ends (is) manifestly illicit,“ said the judge’s ruling, seen by AFP.

Warten wir mal ab, was da noch kommt; die Anwältin der Gemeinde, Caroline Lampre, will jedenfalls als nächstes die andere Hälfte des Produktnamens, also „The Original Condom“ verbieten lassen. Erleben wir hier womöglich gerade den unbesonnenen Höhenflug einer vom kurzfristigen Erfolg berauschten Kommunaladvokatin? Man darf gespannt sein.