Android mag keine Kondome? Bizarr.

Ich verlinke ja nicht so wahnsinnig gern zum „Spiegel“, aber gestern fand ich doch einen interessanten Beitrag, der sich mit der Autokorrektur-Funktion des Betriebssystems „Android“ (neueste Version mit dem Codenamen „Kitkat“) befasst. Was das mit Kondomen zu tun hat? Nun, „condom“ gehört (zumindest in der englischen Version) zu den Wörtern, die explizit von der Autokorrektur ausgeschlossen sind:

„Ich versuche, per Swype-Funktion das Wort ‚Kondom‘ einzugeben und bekomme ‚Kondition‘ oder ‚Konfusion'“, zitiert „Wired“ Jillian York, eine Sprecherin der Electronic Frontier Foundation, die sich für Bürgerrechte einsetzt. „Es gibt keinen Kontext, in dem das irgendeinen Sinn ergibt. Werd erwachsen, Android.“
Ungefähr 1400 Wörter soll Google bei KitKat auf eine Art Blockierliste gesetzt haben. Das Wörterbuch behandelt sie, als würden sie nicht existieren.

Der Artikel zitiert im Wesentlichen einen Beitrag aus dem Magazin WIRED, in dem es auch sehr schön heißt:

Taken as a whole, Google’s list suggests not only a surprising discomfort with sexuality, but also reproductive health and undergarments.

Johoho, und ’ne Buddel voll Rum. Aber hej: Nix neues, eigentlich. In Amerika ist auch Pornoindustrie und Prüderie ja kein Widerspruch.

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