Neuseeland: Sex-Branche verdoppelt Kondomvorrat

So titelte die einschlägig bekannte Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch in ihrer Onlineausgabe gestern.

Das horizontale Gewerbe in Neuseeland rüstet für die Rugby-WM massiv auf. Rund 3500 Prostituierte sollen sich um die Bedürfnisse der (männlichen) Fans kümmern. (…) Um für den Ansturm gerüstet zu sein, hat die neuseeländische Sex-Branche reagiert und die Kondom-Vorräte gleich mal verdoppelt.

Nun ist das ein sehr interessantes Statement. Aus dem Artikel (in dem nur eine einzieg Bordellbetreiberin zu Worte kommt) geht sonst nichts weiter dazu hervor – es ist ein Satz, so in den Raum bzw. ins Publikum geworfen, als wäre es der Weisheit letzter Schluss. Nur: Wen meint der BLICK mit „die neuseeländische Sex-Branche“? Nur die Bordelle? Die haben immer ausreichend Gummis am Lager, eine Verdoppelung der Vorräte bringt da gar nichts. Die freischaffenden horizontalen Damen? Haben auch immer genügend dabei, selbst für Hochfrequenzbetrieb, um es mal so auszudrücken. Sex-Shops? Die brauchen ja nicht, denn die Gummis sind ja schon in den Bordellen… Alles sehr seltsam.
Und warum nun ausgerechnet Rugby-Fans den Kondomverbauch in die Höhe treiben sollen, erschließt sich auch nicht.
Auch die Zahlen geben nichts her. Von 100.000 Fans spricht der BLICK, die erwartet werden. Für einen Zeitraum von 6 Wochen. Wenn diese paar Leute (von denen der Großteil ohnehin aus Neuseeland bzw. Australien sein wird) eine Verdoppelung des Kondomverbrauchs in Neuseeland (mit 4,5 Mio Einwohnern) bewirken könnten, dann muss es dort in Sachen Sex ja wirklich jämmerlich aussehen…

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