Papst! Kondome! Nein! Doch! Oh!

Ja, ich habe schon vor Tagen darüber gelesen, danke der Nachfrage (Niki Johnson schuf in Milwaukee ein Porträt von Papst Benedikt XVI. aus ca. 17.000 verschiedenfarbigen Kondomen). Ist mit nur zu blöd, das auch noch wiederzukäuen. Papst-Kondom-Witze nutzen sich irgendwann ab, und als Provokation sehen das auch nur noch einsame merkbefreite Nichtdenker. Kann man für Kunst halten, sicher, aber ist eher Handwerk.
Außerdem gibts heute sowieso gleich hitzefrei für alle.

Mal mir mal einen!

Irgendwie hatte ich schon immer das unbestimmte Gefühl, dass Kondome zu weitaus mehr zu gebrauchen sind als nur zum anlassbezogenen Verkleiden männlicher Geschlechtsorgane oder weiblicher Selbstbefriedigungswerkzeuge (und nein, an Pistolen, wie gestern geschrieben, dachte ich dabei definitiv nicht).
Heute fand ich nun den Beweis.
Kondome sind ein Künstlerwerkzeug. Insbesondere natürlich, wenn es sich um koschere Kondome (also solche mit mit Löchern) handelt. Kondome bieten dem experimentierfreudigen Künstler, wenn man sie richtig behandelt und mit der passenden Flüssigkeit füllt, also ein „sinnliches Vergnügen“:

Eigentlich fühlen sich die Dinger noch ganz brauchbar und feucht an. Wie auch immer, ich rolle sie auf, fülle sie mit Farbe und ein wenig Wasser. Mit einer Nadel steche ich ein paar Löcher in die Spitze. Das geht gar nicht so einfach. Eine glitschige Sache. Und die Kondome sind hartnäckiger als man denkt. Ja, und nun kann es los gehen. Mit der farbigen Sauerei.

Was dabei rauskommt, kann man bei Bluesanne im Blog „Fisch+Fleisch“ nachlesen. Ein Video gibts natürlich auch dazu. Wer mehr über Bluesanne erfahren möchte, findet reichlich Lesestoff (und Kunst) unter Bluesanne.at. Viel Spaß 🙂

Kondome fürs Ohr

(c) Izzy DrumgooleIch hatte ja schon verschiedentlich darauf hingewiesen, dass Kondome durchaus Kunst sein können – und fand heute ein weiteres Beispiel einer durchaus kreativen Nutzung von Kondomen – nämlich als Ohranhänger.
Idee und Ausführung sind von Izzy Drumgoole, und das verwendete Kondom ist ein „Tornado“ von ESP. Mit anderen Rundfolienkondomen geht das bestimmt auch – nur: verwenden sollte man die Kondome nach dem Durchstechen natürlich nicht mehr.
Ungeachtet dessen ist das natürlich eine feine Methode, die „Mach’s mit“-Idee zu propagieren.

Kondome sind Kunst

„Interaktiven Regen“ gibt es derzeit in Madrid zu besichtigen – ein freches und gleichzeitig verspieltes Kunstprojekt des Künstlerkolletivs „Luzinterruptus“:

Consisting of 800 liquid-filled condoms hanging from strings in a public square, the illuminated art project is playfully dubbed, „Prophylactic Rain That Doesn’t Wet Anything.“ The precariously hung droplets are located in the Campo de la Cebada, a popular space in Madrid that previously housed the city’s public swimming pool. The location has since been transformed into a meeting space where neighbors and artists congregate to play sports; however, plans are in motion to turn the land into a luxury tourist market.

…schreibt die Huffington Post unter Berufung auf die Website des Kunstkollektivs. Ein Video der Installation bzw. Aktion gibt es natürlich auch – erfreut Euch an hängenden, blau leuchtenden, mit Flüssigkeit gefüllten Kondomen:


Prophylactic rain that doesn’t wet anything from luzinterruptus on Vimeo.

Kunst am Kondom

Alle Jahre wieder, wenn der Welt-AIDS-Tag naht (übermorgen!), erleben wir vermehrte versuche, Kondome und Kunst zu vereinen. Neben den in manchen Museumsshops zu erhaltenden Kondomen mit klassischen Motiven, wie man sie (zwischen anderen Dingen) derzeit in Dortmund in einer Ausstellung besichtigen kann, gibt es aber auch langlebigere Versuche, komplette Kollektionen als Kondom an den Mann zu bringen. So bietet zum Beispiel die amerikanische Firma „Proper Attire“ sehr interssante Kondom-Kollektionen, u.a. mit Motiven von Alexander Wang, Brian Reyes, Charlotte Ronson, Isaac Mizrahi, Keith Haring, Rebecca Minkoff und anderen an.
Aber auch die künstlerische Verwendung von Kondomen selbst ist immer en vogue – wie beispielsweise schon vor einigen Jahren bei Adriana Bertini zu sehen war (links abgebildet).
Für dieses Jahr hingegen hat sich noch nichts Neues getan – vielleicht kommt da irgendwo noch was?

Ein Gruß nach Rom

Ein kurzer nachösterlicher Gruß an meine katholischen Freunde in Rom:
Cardbox Church, (C) Chris Gilmour, Photo: Marco de Palma
Ein Kunst-Stück von Chris Gilmour aus dem Jahre 2004. Material: Durex, Größe: 12 x 6 x 10 cm. Foto: Marco de Palma.

Kondomkunst, reloaded: Kondom-Poster

Ich mag Kunst (das hatte ich schon früher mal erwähnt). Aber immer wieder stolpere ich über dermaßen gekünstelte Kunst, dass ich nur noch mit meinen Gummis schlackern kann. Schau Euch mal dieses Kondom-Poster an. Echt toll. Ein Kondom, ein Kussmund drauf, fertig. Häh? Thomas Siepmann heißt der Künstler (steht zumindest da). Sagt mir aber nichts, dieser Name.
(Die Preisliste untendrunter könnt ihr getrost überlesen. Glaube nicht, dass sich das jemand kaufen möchte. Nicht mal ich, obwohl ich doch nun ein erklärter Kondom-Fan bin.)

Das teuerste Kondom der Welt?


Seit über 20 Jahren am Markt, und immer noch zu haben: Das „Patched Condom“ von Dietmar Walther…
(Doch, ich mag Kunst. Wirklich.)
Möchte das nicht mal endlich jemand kaufen, damit es dort verschwindet? Danke!

Kondom-Design-Wettbewerb in Philadelphia

Der „Condom Art Contest“ des Philadelphia Department of Public Health läuft noch bis zum 14. Januar; leider dürfen jedoch nur volljährige Philadelphianer (Philadelphier?) teilnehmen. Nichtsdestrotrotz können wir gespannt sein, ob der Siegerentwurf vielleicht nicht doch ein bisschen origineller daher kommt als der des New Yorker Wettbewerbs im letzten Jahr.