Reisetipp: Taiwan

Kürzlich neu eröffnet: das „Discovery Centre“ von Fuji Latex in Taipeh (Taiwan). Eine kurze Vorstellung gibt es beispielsweise beim FOCUS oder auch beim STERN. Falls also mal jemand in der Nähe ist – geht mal vorbei.

5 Jahre MUVS – Herzlichen Glückwunsch!

Verhütungsmuseum
Mariahilfer Gürtel 37/1. Stock
1150 Wien

+43/699/178 178 04 Tel
+43/1/892 25 81 Fax
info@muvs.org

Museums-Öffnungszeiten:
Mi bis So 14:00 – 18:00 Uhr

Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch feiert derzeit seinen 5. Geburtstag. Das wäre doch ein guter Anlass für Euch, mal die Kondomsammlung in Augenschein zu nehmen, wenn Ihr mal in Wien seid. Morgen zum Beispiel:

Am 31. Mai lädt das Verhütungsmuseum um 19.30 Uhr ins Naturhistorische Museum (NHM) anlässlich seines fünfjährigen Bestehens. Dort wird auch der Film von Susanne Riegler „Der lange Arm der Kaiserin“ vorgestellt. Die Filmemacherin widmete sich dem schwierigen Thema der Schwangerschaftsabbrüche und der Verhütung in Österreich.

ORF.at/radio

Reisetipp: Erotik-Museum Warschau

Wie Polskaweb kürzlich meldete, soll derzeit in Warschau ein neues Erotik-Museum eröffnet werden.

Jetzt hat ein Warschauer Geschäftsmann die Marktlücke im Osten zumindest erst einmal mit Eigenmaterial gefüllt und die Eröffnung des ersten polnischen Erotikmuseums in seiner Heimatstadt für die kommende Woche angekündigt. Auf zweitausend Quadratmetern Ausststellungsfläche will Besitzer Marek Kedzior Exponate aus seiner in über 20 Jahre gewachsenen Privatsammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen, hierunter auch einen Kondom-Automaten aus dem Jahre 1934, peruanische Keramik, persische Miniaturen, tibetische Votivbilder, indische Skulpturen, chinesisches Porzellan, afrikanische Volkskunst und natürlich auch erotische Malerei aus Japan.

Die Stadt Warschau, obwohl mitten im katholischen Polen gelegen, hat sich in letzter Zeit öfters mit freizügigen Angeboten hervorgetan; besonders erwähnenswert ist hier beispielsweise die homoerotische Kunstausstellung, die Mitte letzten Jahres dort stattfand, oder die Erotikmesse „Eroticon“ ein paar Jahre vorher; jedes Mal gab es erhitzte Diskussionen um Sex und Moral, die deutlich von mehr Temperament zeugen, als man es hier anlässlich ähnlicher Veranstaltungen findet.
Mit feinsinniger Ironie und einem kleinen Seitenhieb in Richtung Westen endet übrigens der oben erwähnte Polskaweb-Artikel:

Auf jeden Fall handelt es sich bei dem Museum wenigstens einmal nicht um eines der bereits im Überflusse in Polen vorhandenen Museen mit Bezug auf vergangene Kriege. Anders als in anderen Europäischen Hauptstädten soll das Haus auch keine Schmuddelkabinen haben, in welchen man Tag und Nacht Männer mit großen dunklen Brillen rein und rausgehen sieht.

P.S. Leider ist es mir noch nicht geglückt, die Adresse des Erotikmuseums heraus zu bekommen (ich spreche kein Polnisch). Wenn mir jemand hier behilflich sein könnte, wäre das nett.

Reisetipp Thailand: Kondom-Museum!

Ja, nix von wegen… und so. Manche denken ja immer nur an das eine, wenn es um Thailand geht (oder gar um Reisen dorthin!), aber Thailand hat auch in Sachen Kondome eine Menge zu bieten. Zum einen gehört das Land mit zu den größten Kondomproduzenten der Welt; ein nicht unbeträchtlicher Anteil der weltweiten Kondomproduktion findet hier statt (oftmals in Auftragsarbeit für ganz bekannte Marken):

Thailand has been the world’s top rubber producer for some time, but it is only in the past two years that it has also become the world’s leading exporter of condoms, pulling ahead of the Netherlands, Spain, Britain, and India. Exports grew 16% by volume last year and 23% in dollar value, to $46 million, according to the Kasikorn Research Center in Bangkok. They are expected to grow another 20% this year, to more than $55 million.

Zum anderen hat es seit dem Herbst letzten Jahres sogar ein eigenes Kondom-Museum (gut, es ist eigentlich ein Museümchen, aber immerhin – Deutschland hat gar keins).
Also, Thailand-Urlauber: Ihr findet das Museum beim Gesundheitsministerium, etwas außerhalb von Bangkok in Nonthaburi (Ministry of Public Health, Building 9, Department of Medical Sciences; Tivonon Road, Nonthaburi, Tel: +66 (0)2 590 1000); ein paar Einblicke gewährt schon mal dieser Eintrag auf CNNGo.com.

Sehenswert: Kondomausstellung im MoS in New York

Ein Tipp für ungemütliche Wintertage: Die Kondom-Ausstellung im Museum of Sex in New York, eröffnet am 4. Februar 2010, ist immer noch geöffnet; wer also in nächster Zeit mal über den großen Teich rudert, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen.
Adresse: 233 Fifth Avenue, New York (NY), geöffnet So-Do 10-20 Uhr und Fr./Sa. 10-21 Uhr.
Unter dem Titel „Rubbers: The Life, History and Struggle of the Condom“ bietet die bekannte Einrichtung dort eine nett anzuschauende Ausstellung, in der die gesamte Bandbreite der Kondomgeschichte abgedeckt wird. Gesponsort wird die Ausstellung von Amerikas bekanntestem Kondomproduzenten Trojan, dort drüben genau so bekannt, beliebt (oder berüchtigt) wie hierzulande beispielsweise Fromms.

RUBBERS features artifacts that cover the gamut from vintage photographs of sexually transmitted diseases to military signage campaigning for the sexual safety of soldiers to a wide array of antique condoms, tins, and dispensers. Highlights of the exhibition include conceptual art pieces such as the cruel condom, a condom crafted Condom Dress entirely out of chainmail and covered with spikes and Franco B’s resin condom sculpture assembled from gritty used condoms taken from the floor and trash of the infamous FIST nightclub in London.

Ausflugstipp: MUVS, Wien

Wenn Euch gerade einmal nicht danach zumute ist, Kondome zu benutzen, könnt Ihr ja mal einen Ausflug nach Wien machen. Dort gibt es nämlich das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch.

Um über die Zusammenhänge von Sexualität und Fortpflanzung zu informieren und darzustellen, wie über Jahrhunderte verzweifelt versucht wurde, diese natürliche Verbindung aufzubrechen, entstand das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien. Ohne Partei zu ergreifen oder zu werten wird gesammelt, aufgezeichnet, dokumentiert und dargestellt. Rund 700 Objekte und rund 300 Bücher sind großteils auch via Internet zugänglich.

Gegründet wurde das MUVS von Dr. Christian Fiala, Arzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Berufserfahrung in Frankreich, Asien (Thailand), Afrika (Uganda, Tansania, Malawi) und Österreich. Das Museum wird derzeit aus privaten Mitteln finanziert.
Auch dem Thema Kondome wird natürlich breiter Raum eingeräumt; neben zeitgenössischen Sorten können auch „antike“ Exemplare besichtigt und bewundert werden, garniert mit teils sehr lustig anmutenden Gebrauchsanweisungen. Es lohnt sich!