So ähnlich wie Luftballons, aber nix für Kinder. Ach nee.

Wenn erwachsene Männer versuchen sich vorzustellen, wie sie Kindern Kondome erklären. Muahaha. Für die „Men’s Health «Dad»“ („ein Heft, das sich an Väter wendet, ohne die Männer aus dem Blick zu verlieren“). Hier: auf New Kid and the Blog.
Man lernt ja immer noch dazu. Dass es eine Väter-Ausgabe von Men’s Health gibt, war mir jedenfalls neu. Aber ich habe auch die normale „Men’s Health“ nie gelesen und nie das Gefühl gehabt, etwas verpasst zu haben.
Und das mit den Kondomen…

… Tja, mein Junge, das ist… das ist… (angestrengte Denkpause) …
… sehen so ähnlich aus wie Luftballons, sind aber nix für Kinder …
… frag bitte nicht noch genauer nach …
… Du bist erst 5, in vielleicht sieben Jahren …

Ja, so gehts natürlich auch. Wenn man sich als „Erwachsener“ so richtig zum Affen machen will vor seinen Kindern.
Kleiner Tipp am Rande von einem Vater von fünf Kindern: wenn die Kinder 5 Jahre alt sind, kann man ihnen alles erklären (obwohl es für Aufklärung fast schon ein wenig zu spät ist). „Peinlich“ finden so etwas prinzipiell nur „Erwachsene“, für Kinder in diesem Alter sind das einfach Informationen – auch wenn man dafür erst später Verwendung hat.

Manche Kinderfragen lassen sich nicht beantworten, ohne ins Stottern zu kommen.

Doch, lassen sie. Nur kann man dann natürlich keinen Artikel mehr darüber schreiben.

Kondompflicht für Kondomdiebe?

Hurra, es gab wieder mal einen. Einen „Kondomdieb“, überschriftstechnisch „Mann“. Keine Ahnung, was einen Kondomdieb rein sachlich gesehen von einem Andere-Dinge-Dieb unterscheidet, aber es klickt sich natürlich besser. Hmnja. In Buckow – also Berlin-Buckow (Neukölln), nicht in der beschaulichen Kurstadt im Märkischen – und ganz klassisch tagsüber mit Griff ins Regal, Ladendetektiv und Verfolgungsjagd, berichtet die Morgenpost in ihrer Online-Ausgabe:

Der Ladendetektiv […] beobachtete den Mann, wie er die Packungen in einen Einkaufskorb packte, sie auf dem Weg zu Kasse in eine mitgebrachte Tasche legte und dann das Geschäft verließ, ohne zu bezahlen. Als der Ladendetektiv den mutmaßlichen Dieb aufforderte, mit ihm ins Büro zu gehen, stieß der Mann den Detektiv weg, so dass dieser in ein Weinregal fiel und mehrere Flaschen zu Bruch gingen. Bei der Flucht aus dem Laden rempelte er zudem eine 80-Jährige, so dass diese stürzte. Der Ladendetektiv verfolgte den Mann …

Nun ja. Ich bin ja dafür, solche Fälle ganz pragmatisch zu handhaben und für erwischte Kondomdiebe eine entsprechend lange Kondompflicht einzuführen – so sollte einigermaßen sichergestellt sein, dass sich das Kondomklau-Gen nicht vererbt. Die Kondome sind natürlich aus eigener Tasche zu bezahlen, und müssen in dem Laden gekauft werden, den man um selbige erleichtern wollte. Und zwar wöchentlich, in Kleinpackungen. Persönliches Erscheinen wäre natürlich Pflicht.
Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, wie man es in anders gelagerten Fällen handhaben sollte – wenn jemand, beispielsweise, einen kompletten Kondomautomaten aus der Wand reißt und mitnimmt, oder den Onlinehändler seines Vertrauens prellt, aber da fällt mir bestimmt noch was Passendes ein. Auf jeden Fall muss „Kondomdiebstahl“ als eigener Straftatbestand ins StGB, schließlich gibt es hier definitiv eine Strafbarkeitslücke.

Müssen Kondome gekocht werden?

Toller Titel, nicht? Aber wartet, der Untertitel ist noch besser: „Ein Text über Cc Dhlcznpzvfbes und über Leonie March als auch SMS, aber auch Sáp, Quelimane, Maputo, Murela und auch über Moçambique“.
Natürlich aus einer meiner Lieblingsquellen für seriöse Informationen, dem Google Alert zum Thema „Kondom“:

Und doch: die Frage ist echt, und wurde auch schon gestellt – und beantwortet. Eigentlich geht es nämlich um diesen Text über einen besonderen Service für junge Menschen in Moçambique:

Im Rahmen des Projekts ‚Generação Biz‘ können sich junge Mosambikaner mit ihren Fragen an Gleichaltrige wenden – anonym, per SMS. Das Angebot wird dankbar angenommen. Denn viele dieser Fragen berühren gesellschaftliche Tabus. Es geht um Sex, Drogen, Gewalt.

… und eben auch um Kondome. Gekochte und ungekochte.

„Muss ein Kondom gekocht werden, bevor es benutzt wird?“. Antonio Mate schüttelt den Kopf, aber dumm findet er die Frage nicht. Er habe dieses Gerücht selbst schon einmal gehört, erzählt der 22-Jährige. Es ist eines von vielen, die unter Jugendlichen in Mosambik kursieren. […] Der Fragesteller sitzt ihm nicht etwa gegenüber, er hat eine SMS geschickt, deren Text auf Antonios Bildschirm auftaucht. SMS Biz/U-Report nennt sich diese IT-Plattform. „Kein Kondom sollte gekocht werden, denn dadurch kann es beschädigt werden und dann ist es nicht mehr sicher“, schreibt Antonio und schickt seine Antwort ab. Der Empfänger erhält den Text per SMS und wird dem Ratschlag hoffentlich folgen.

Vielleicht sollte man so einen Aufklärungsdienst auch hierzulande einführen. Die Menge des Nichtwissens ist auch hier manchmal erschreckend groß.
(Man kann den Text übrigens nicht komplett lesen, nur den Anfang. Der Rest versteckt sich hinter einer Paywall. 99 Cent sind aber ein guter Preis, die kann man ruhig mal investieren.)

WC Animal Massage

Content-Klau ist ja im Web nichts neues; für viele Seitenbetreiber ein ewiges Ärgernis, aber meist muss man eben schulterzuckend darüber hinweg sehen, die Verantwortlichen bekommt man ohnehin nie in die Finger. Richtig fies wird so etwas aber dann, wenn dadurch – beispielsweise – ein veganes Produkt dadurch in einen bestimmt nicht intendierten Zusammenhang mit Tieren (und deren Ausscheidungen) gesetzt wird:

Ich vermute, dass die Domain keinem guten Zweck dient – im Gegensatz zu den dort „beworbenen“ Einhorn-Kondomen. Wem so etwas also ins Postfach gespült wird: nicht draufklicken. Zur echten Einhorn-Seite geht’s hier.

Endlich: Kondome gegen den Klimawandel!

Fridays for Future hat ausgedient, und Extinction Rebellion kann auch entsorgt werden – denn bald sind wir gerettet: einfach Kondome kaufen, und wir müssen nicht alle sterben!
Nicht irgendwelche Kondome, natürlich, nicht dass da jemand auf falsche Ideen kommt – nein, ein „Start-Up“ muss es sein, mit „Crowd-Funding“ natürlich, und zahlen kann man im Shop später dann mit einer „Distributed-Ledger-Technologie“ – kurz, es handelt sich um ein Produkt, das eine ganz bestimmte Kundenschicht ansprechen soll (zu der ich wahrscheinlich eher nicht gehöre, ich geb’s ja zu).
Sei es wie es sei, natürlich ist es eine noble Geste, für jedes verkaufte Kondom einen Baum zu pflanzen, das wird dann für den Konsumenten sicher entsprechend teuer* – nicht alle werden gerettet werden, das kennen wir schon aus der Bibel, man muss es sich schon leisten können.
Die gute Nachricht: die Kondome werden nicht von einer upgestarteten distribuierten Legder-Funding Crowd (oder so) produziert, sondern von Richter Rubber** in Malaysia, einem soliden und doch eher traditionellen Unternehmen, das in der Branche einen sehr guten Ruf genießt. Ob das Start-Up RELEAF nun das angestrebte Ziel von 50 Millionen Bäumen (und damit den Verkauf von 50 Millionen Kondomen, also fünfeinhalb Millionen Schachteln à 9 Stück), deren „Baumpflanzungs-Koordinaten im Tangle (dem IOTA Distributed Ledger)“ dann auch kundenfreundlich dokumentiert werden sollen, erreicht, ist eher nebensächlich; die Kunde von der guten Tat ist in der Welt (also zumindest in Hamburg), und das Schachteldesign ist auch fast fertig, und die ersten Euronen haben ein paar Klimakatastrophen-Überlebenswillige auch schon auf IndieGoGo zugesagt.
Schauen wir mal, wie sich das Ganze entwickelt. In der Zwischenzeit kann man (ohne ein schlechtes Klimagewissen zu haben) natürlich auch mit anderen Kondomen weitermachen, und Bäume pflanzen soll meines Wissens auch ohne großes Bohei gehen. Kann man ja auch einfach so machen, ohne Pressemitteilung.

* nach den bei IndieGoGo genannten Preisen, Stand von heute: etwa 1.-/Kondom (also 9.-/Schachtel). Da bleibt (nach Abzug der tatsächlichen Kosten für Produktion, Versand aus Malaysia, Importhandling, Lager, Vertrieb, Design, Shopwartung, Personal, Steuern etc.) aber nicht viel übrig für einen Baum…

** da fiel mir noch ein, dass Richter Rubber ja nicht nur diese herstellt, sondern auch die („aus dem Gerichtssaal bekannten“) Einhorn-Kondome – Ihr erinnert Euch: ein Kondom, viele bunte Chipstüten… Ja, die gibts noch. „Fairstainability“ und so. Mittlerweile mit 2 (!) verschiedenen Kondome. Aber jetzt mit weniger Tüten. Vielleicht haben die alten ja mittlerweile Sammlerwert?

Zombie-Apokalypse: Nicht ohne Kondom

Ja, das ist ganz wichtig. Von Leuten, die es wissen müssen, wird eine ausreichende Anzahl Kondome als unabdingbar für den rechtzeitig vorzubereitenden Fluchtrucksack zur Zombie-Apokalypse angesehen:

Sollte einem die Zombie-Apokalypse richtig auf die Nerven gehen und man ist kurz davor alles kurz und klein zu schlagen, ist es sinnvoller, etwas Sand in ein Kondom zu füllen. Knoten rein und schon hat man einen Anti-Stress-Ball. Kondom-Bälle können auch zur Beschäftigung für kleine Kinder genutzt werden, da sicherlich so gut wie kein Spielzeug während der Zombie-Apokalypse vorhanden sein wird.

Ja klar. Sobald Zombies erscheinen, zerfällt alles Spielzeug, und Kondome werden langzeithaltbar.

Man sollte aber darauf achten, dass es unbeschichtete und trockene Kondome sind.

Prinzipiell gut gedacht – aber auch trockene Kondome sind nicht „Kondom pur“ – da ist, wenn man genau hinschaut oder -fühlt, ein wenig Puder zu erahnen, was einfach nur dazu da ist, ein Zusammenkleben des aufgerollten Gummis zu verhindern. Ob man das dann zum „Frischhalten von Obst“ oder zum „Abfüllen von Trinkwasser“ verwenden möchte… aber ernsthaft: die Zombies fressen Euch auch, wenn ihr Kondome dabei habt. Kondome schützen eben nicht vor allem.
(Auf was für Themen die Leute heutzutage kommen, nur um einen Amazon-Werbelink unterbringen zu können, ist ja schon fast abenteuerlicher als die Zombie-Apokalypse selbst. Aber ich bin nur ein alter Mann; was weiß ich schon.)

Heute gratis Kondome, morgen Samenspendezwang?

Die UN-Frauenrechtskonvention, zu deren Umsetzung sich Deutschland verpflichtet hat […] garantiert das Recht auf eine freie Entscheidung über die Anzahl von Kindern und den Abstand zwischen ihren Geburten.

Schöne Sache, findet die LINKE. Ich finde das im Prinzip auch gut (obwohl es schon ein paar diskussionswürdige Punkte gibt, aber nichts ist perfekt). Ich glaube aber, dass die Schlussfolgerungen, die die Fraktion der LINKEN im Bundestag daraus zieht, bzw. die Forderungen, die sie daraus ableitet, und mit denen man offensichtlich die Forderungen der Grünen nach gratis Kondomen für Geringverdiener noch toppen will, damit eben nicht rechtfertigbar sind:

Nach Meinung der LINKEN sollen nicht nur die »Pille« und Kondome, sondern auch operative Eingriffe, Zykluscomputer und zertifizierte Apps für alle gesetzlich Versicherten erstattungsfähig sein.

(Zitate aus dem Neuen Deutschland von gestern)

Das Recht auf freie Entscheidung der einen würde ja dann quasi in eine Pflicht für andere (in diesem Fall die Versicherungsbeitragszahler, oder falls zwischenzeitlich der Kommunismus ausbricht, die Hersteller) umgewandelt werden, diese Mittel und Prozeduren zu bezahlen, denn „kostenlos“ heißt ja eben nicht, dass sie nichts kosten, sondern nur, dass sie jemand anders bezahlen soll.

Im Übrigen ist die Argumentation nicht konsequent zu Ende geführt. Wenn der Wunsch der Frau nach einem Kind zum ihr passenden Zeitpukt der alles bestimmende Imperativ sein soll, dann kann es ja nicht nur darum gehen, zur Unzeit auf Fortpflanzung drängende Männer eben davon abzuhalten, sondern alle (gesetzlich versicherten) Männer müssten dann eben auch entweder zur Abgabe von Samenspenden an die (noch einzurichtenden) Samenbanken der Krankenkassen verpflichtet werden – oder es muss eine Begattungs-Taskforce aus zertifizierten Beischläfern bereitstehen, die aufkommende Befruchtungswünsche zeitnah realisieren kann (natürlich ohne dafür bezahlt zu werden), sofern der aktuelle Lebensabschnittspartner gerade nicht kann oder will. Die Frage nach den darazus resultierenden Unterhaltspflichten ist zwar noch nicht abschließend geklärt – aber wenn alle männlichen gesetzlich Versicherten über einen angemesenen freiwilligen Zwangsaufschlag zum Kassenbeitrag in einen entsprechenden Fond einzahlen, ließe sich das sicher auch regeln.

Panik. Pure Panik.

Ich habe ja nun schon lange nichts mehr über geplatzte Kondome geschrieben, obwohl (oder vielleicht auch gerade weil?) dieses Blog ja was mit geplatzten Kondomen zu tun haben sollte. Eigentlich. Aber das Geplatzte ist bei mir über die Jahre immer mehr in den Hintergrund geraten, wohingegen das Kondom … Wisst Ihr ja. Also.
Ich will Euch mal einen Artikel zum Lesen geben, der auf der (ich möchte mich mal im Moment einer Wertung enthalten, also einfach nur:) Plattform „kleinerdrei.org“ (auf die ich durch eine „Empfehlung“ von Fefe aufmerksam wurde) erschienen ist:

…Auf die zweite Nummer hätte ich verzichten können. Kondom: gerissen. Sein Sperma: in mir drin und es tropft. Panik. Aufspringen. Ins Bad. Duschen.
Schwangerschaft! HIV! Diese Worte blinken wie fette, rote Warnschilder in meinen Kopf. Dann ist da der Reflex, den Ort des Geschehens so schnell wie möglich verlassen zu wollen, um meine Gedanken ordnen zu können. Aber …

Hmnja. Lest mal selber. Ich will das jetzt nicht kommentieren, aber das Thema „geplatztes Kondom“ ist damit für dieses Jahr abgehakt.
Kommt jemand mit in den Sommer? Ich muss hier weg. Dringend.

Von Kondomen kann man nicht mehr leben

Und wieder macht einer dicht, mitten in St. Pauli, eine traditionsreiche Einrichtung – die Condomerie am Spielbudenplatz:

Den Schriftzug über seinem Laden hat Fred Hesse bereits abmontiert. Bis Sonnabend läuft der Verkauf noch, aber bereits am Montag ist Schlüsselübergabe. Fast 30 Jahre lang hat Hesse die Condomerie am Spielbudenplatz betrieben. […] „Von Kondomen kann man nicht mehr leben“, sagt der Ladeninhaber mit den blitzblauen Augen.

Quelle: Abendblatt

Auch die Mopo hat was dazu geschrieben.
Tja. Allzuviele Kondomshops gibts heutzutage nicht mehr… (siehe auch hier und hier). Wird bald Zeit, dafür eine eigene Rubrik einzuführen, wenn es so weiter geht…

Samenraub

…geht heutzutage, dank guter Kondome. eigentlich recht einfach (insbesondere natürlich, wenn man es den Möchtegern-Räuber(inn)n auch noch leicht macht, indem man die zu entsorgenden gefüllten Kondome, beispielsweise, zugriffsgerecht in der Mülltonne am Straßenrand deponiert (oder so). So soll es sich angeblich in den Hamptons derzeit des öfteren zutragen, fasst Hadmut Danisch eine Meldung der New York Post zusammen:

Es sei eine Masche vieler Frauen, beim Sex irgendwie das Verhüterli loszuwerden, schwanger zu werden und dann den reichen Typen auszunehmen. Auch die sichere Entsorgung gebrauchter Kondome sei inzwischen problematisch, weil Frauen sich die schnappen und den Inhalt nutzen.

Tja. Kondome schützen. Aber nicht vor Gier. Leider.

(Mal echt jetzt… Wer ist so bescheuert, frisch gefüllte Kondome so zu „entsorgen“, dass einfach eine(r) daherkommen kann und die ausschlürfen? Und wer benutzt sowas? Es steht doch kein Namensschild „proudly filled by Richie Rich“ oder so am gefüllten Kondom… und wenn man nun den, sagen wir mal, ichsabfall vom unterbezahlten Hausmeister mit Migrationshintergrund erwischt? Da ist dann nix mehr mit Alimenten satt… Nee, Leute. Die spinnen, die Amerikaner. So oder so.)